Unterhaltsames 4:4 zum Saisonabschluss zwischen Uphusen und dem RSV

Malende „rächt“ Röben

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Es ging rauf und runter – und turbulent wurde es auch in und vor den Strafräumen, wie hier beim Rotenburger SV: Dennis Janssen (r.) sichert sich aber den Ball vor Uphusens Thomas Celik (verdeckt).

Uphusen - Von Matthias Freese. Andre Schmitz nahm alles mit: Blumen, Andenken – ja selbst die mitgebrachte Pfandflasche ließ es nicht zurück. Nur was die Punkte anging, da musste sich der scheidende Coach des TB Uphusen im vorgezogenen letzten Punktspiel der Fußball-Oberliga mit einem Zähler begnügen. Böse war er seinen Jungs nicht. Und auch Jan Fitschen, Coach des abgestiegenen Rotenburger SV, konnte mit dem unterhaltsamen 4:4 (2:1) beim Turnerbund leben. Seine Elf hatte damit wenigstens einen versöhnlichen Saisonabschluss hinbekommen.

Es ging um nichts mehr, doch dafür war es eine flotte und kämpferisch geführte Partie der Lokalrivalen, die beide mit offenem Visier verteidigten. Vor allem dem RSV war anzumerken, dass er nach der Heimpleite gegen Schlusslicht 1. SC Göttingen 05 noch etwas gutmachen wollte. „Dass wir noch so ein gutes Spiel abliefern, ist nicht selbstverständlich“, meinte Fitschen und reagierte dünnhäutig auf die jüngste Kritik: „Wir kämpfen wie die Löwen und wenn wir mal ein schlechtes Spiel machen, werden wir gleich an den Pranger gestellt.“

André Schmitz wirkte in seinem Gartenstuhl am Spielfeldrand locker und ruhig wie selten zuvor. „Ich wollte auch mal eine andere Seite von mir zeigen“, meinte er schmunzelnd und war trotz der vier Gegentore bester Laune: „Die Luft war zwar raus, aber die Jungs wollten trotzdem. Es ging ja auch noch um die Prämie.“ Allen voran der frühere Rotenburger Maximilian Schulwitz zeigte eine ganz starke erste Hälfte als Vorbereiter. Nicht nur beide Tore legte er sehenswert für Thomas Celik auf (9./18.), auch weitere Zuspiele gelangen ihm. In Führung war allerdings der RSV durch Bekim Murati gegangen, weil Keeper Lucas Feldmann vor seinem Kasten gepatzt hatte (5.).

Im zweiten Durchgang schien in dieser rassigen Partie der RSV die besseren Karten zu haben. Erst egalisierte Tim Ebersbach nach feiner Kombination (53.), dann besorgte der gerade eingewechselte Yannik Malende per Kopf mit seinem ersten Ballkontakt die 3:2-Führung für die Wümmestädter (60.). „Die gerechte Strafe“, kommentierte Fitschen das Tor, denn nach einem Foul von Bastian Helms hatte sich unmittelbar zuvor Jelle Röben das linke Knie verdreht und musste raus. „Vielleicht habe ich ja auch mal Glück und es ist nichts Schlimmes“, meinte der leidgeprüfte Röben.

In diesem Chancenfestival gelang dem auffälligen Marvin Osei nicht nur das 3:3 (74.), sondern per Flachschuss auch noch das 4:4 (86.), mit dem er Schmidt doch noch den Abschied einigermaßen versüßte. Atilla Iscan hatte zuvor per Linksschuss Rotenburg zum dritten Mal in Führung gebracht (78.).

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