Schröder mit 21 Punkten

Junior Hurricanes verlieren mit 61:76 in den Play-offs gegen Lichterfelde

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Die Niederlage war schmerzhaft, das erlebte auch Vivien Stoll (l.) – sie bekam den Ellenbogen von Nyara Sabally ab.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Mehr Rebounds, mehr Assists, mehr Ballgewinne und weniger Ballverluste – wenn es allein nach dieser Statistik gegangen wäre, hätten die Junior Hurricanes das Feld als Überraschungssieger verlassen müssen.

Taten sie aber nicht: Im Hinspiel des Play-off-Achtelfinales war der Titelaspirant TuS Lichterfelde Berlin einfach eine Nummer zu groß für die Gastgeberinnen, die vor allem an einer Spielerin scheiterten – an Nyara Sabally. 29 Punkte steuerte die U 18-Nationalspielerin zum 76:61 (37:29)-Sieg ihrer Hauptstädterinnen bei.

„Ich bin stolz darauf, wie meine Mädels gekämpft haben“, betonte Hurricanes-Coach Tomas Holesovsky. „Gegen solch ein starkes Team haben wir noch nie gespielt.“ Und dennoch hatte die Niederlage für ihn auch einen „bitteren Beigeschmack, denn die 15 Punkte Unterschied sind in meinen Augen zu hoch“, fand der Tscheche.

Der Aufsteiger ließ in diesem ungleichen Duell nicht nur zu viele Chancen ungenutzt, sondern litt auch unter seinem kleinem Kader. Melda Tölle, Muska Saidi, Bente Lademacher – sie alle fielen krank aus. „Jemand, der wie sie mit Schwung reinkommt, fehlte uns“, merkte Holesovsky an. Hinzu kam, dass Leistungsträgerin Lotta Stach noch nicht wieder richtig fit war und auch Vivien Stoll unterm Korb nicht wirklich ins Spiel fand und dort einen schweren Stand hatte.

Celine Schröder mit einigen gelungenen Aktionen

Vieles hing von Celine Schröder ab. Die Aufbauspielerin hatte einige gelungene Einzelaktionen und landete letztlich bei 21 Zählern. Als sie sich nach ihren Punkten zum 49:59 jedoch ihr fünftes Foul abholte (33.), war auch die Partie nicht mehr zu drehen. 

„Wenn wir Fehler gemacht haben, haben wir auch sofort zwei Punkte kassiert“, verwies Holesovsky auf die Kaltschnäuzigkeit der Berlinerinnen. Allen voran Sabally ließ kaum was liegen und setzte sich meist durch – wenn es sein musste, auch mal mit Hilfe des Ellenbogens. „Aber auch sonst sind sie als Team ein anderes Level“, gestand Holesovsky.

Phasenweise hielten die Hurricanes dennoch gut mit und kamen einige Male zum Drei-Punkt-Spiel. So brachte Nike Fortmann gar die 17:14-Führung (8.). Auch nach einem 10:0-Run der Gäste holte der Underdog auf. Allerdings kam es zu oft zum ungeliebten Tanz auf dem orangen Ring – und zu oft sprang der Ball herunter. Schröder weckte noch einmal die Hoffnung mit ihrem 42:47 (28.), dann jedoch machten Sabally und Co. wieder ernst.

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