Fünf Tore in drei Spielen

Bothels Gianfranco Cusimano ist momentan „super drauf“

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„Wir verstehen uns auf dem Platz blind“, sagt Gianfranco Cusimano (vorne, hier mit seinem Offensivpartner Cedric Ahrens). Der 23-Jährige war gegen den TSV Wallhöfen mit seinen beiden Treffern der Matchwinner des TuS Bothel. Derzeit haben die Grün-Weißen einen richtig Lauf und daher auch allen Grund zum Lachen.

Bothel - Von Mareike Ludwig. War noch jemand am Ball? Gianfranco Cusimano war sich nach seiner Ecke selbst nicht sicher, wer den Ball über die Linie gedrückt hatte. Erst, als seine Mitspieler auf ihn zugerannt kamen, war ihm klar, dass er selbst der Torschütze des 1:0 gegen den TSV Wallhöfen war – durch eine direkt verwandelte Ecke. Der Offensivmann des Fußball-Bezirksligisten TuS Bothel wusste auch in der Folgezeit besonders zu gefallen und ließ beim 4:0-Erfolg noch einen weiteren Treffer folgen. „Momentan läuft es echt richtig gut, mir gelingen viele Aktionen“, freut sich denn auch der Mann des Spiels.

Fünf Tore aus den vergangenen drei Spielen stehen für den 23-Jährige zu Buche. „Gianfranco ist zur Zeit in wahnsinnig starker Form und echt super drauf“, lobt sein Trainer Christoph Meinke.

Zu seinem Coach hat Cusimano eine gute Beziehung, beide sprechen viel miteinander. „Als es zu Saisonbeginn bei mir noch nicht so rund lief, hat mich Christoph immer wieder ermutigt, dass ich meine Tore noch schießen werde. Es freut mich, dass ich das Vertrauen von ihm bekomme und auf der linken Außenbahn gesetzt bin“, sagt der Botheler.

Sein großer Vorteil: Er ist beidfüßig ausgebildet und somit für die gegnerischen Abwehrspieler schwer zu durchschauen. Quasi unberechenbar. Damit ist es für Cusimano auch kein Problem, von beiden Seiten die Ecken zu treten. „Ich habe meine Tore sogar meistens mit links geschossen, da ich mit rechts vorher antäusche“, verrät er.

Zum Studieren nach Hamburg

Zwar studiert Cusimano seit Anfang Oktober in Hamburg Wirtschaftsingenieurwesen, doch beim Training und den Spielen ist er trotzdem stets dabei. „Das passt zum Glück alles. Ich weiß, dass ich gute Leute in meinem Rücken sitzen habe, daher muss ich immer Gas geben, ich kann mich nicht auf meinem Stammplatz ausruhen“, so der ehrgeizige Angreifer, der besonders das Zusammenspiel mit Cedric Ahrens und Christoph Meinke hervorhebt: „Wir verstehen uns auf dem Platz blind.“

Das Fußballspielen hat Cusimano aber in Frankfurt am Main erlernt. Dort ist er geboren und aufgewachsen. Erst seit knapp acht Jahren lebt er mit seiner Mutter und seiner Schwester im Norden. „Das war schon eine große Umstellung und nicht so einfach, aus der Großstadt aufs kleine Dorf zu ziehen. Mittlerweile fühle ich mich hier aber pudelwohl. Trotzdem versuche ich natürlich, so oft wie möglich den Rest der Familie zu besuchen.“ Wo seine Heimat ist, wisse er aber selbst nicht so genau, schließlich sind seine Eltern beide Italiener, Cusimano spricht fließend die Sprache. „Wenn Deutschland gegen Italien spielt, trage ich auf jeden Fall mein Italien-Trikot“, sagt der 23-Jährige lachend. Den Bothelern sollte es Recht sein, so lange er weiterhin für die Grün-Weißen so erfolgreich auf Torejagd geht.

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