Aziz Arnavutoglu überzeugt beim Sturm-Debüt / „Egal, wo ich hingestellt werde“

Der „Umzug“ zahlt sich aus

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Aziz Arnavutoglu hatte gegen den SV Ippensen großen Anteil am 4:1-Erfolg. Der eigentliche Sechser des Rotenburger SV II rechtfertigte sein Sturm-Debüt mit zwei Toren und einer Vorlage.

Rotenburg - Von Mareike LudwigZieht er sich im nächsten Spiel sogar die Torwarthandschuhe an? „Dagegen hätte ich nichts. Im Training stelle ich mich ja auch manchmal zum Spaß hinten rein“, sagt Aziz Arnavutoglu mit einem Augenzwinkern. Dass er variabel einsetzbar ist, hat der 25-Jährige eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Der eigentliche Sechser des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II lief gegen den SV Ippensen (4:1) personell bedingt erstmals als Stürmer auf und untermauerte seinen guten Torriecher mit zwei Treffern und einer Vorlage.

„Im defensiven Mittelfeld fühle ich mich zwar mittlerweile wohler, aber mir ist es wirklich egal, wo ich hingestellt werde. Die Hauptsache für mich ist, dass ich spiele“, verrät Arnavutoglu, der vor einigen Jahren noch stets vorne aufgelaufen war. Und er fügt lächelnd hinzu: „Im Angriff rückt man natürlich mehr in den Mittelpunkt als in der Defensive. Stürmer werden nunmal an Toren gemessen, aber die habe ich ja zum Glück auch geschossen.“

Trotz seiner bislang konstant guten Leistungen bleibt der 25-Jährige, der Ende des Monats seinen 26. Geburtstag feiert, aber realistisch und bodenständig. „Sicherlich würde ich gerne noch mal höherklassig spielen. Ich traue es mir auch auf jeden Fall zu. Um mir aber überhaupt diesen Gedanken zu erlauben, muss ich mich noch weiter entwickeln und stets mein Können zeigen. Da reicht nicht nur ein gutes Spiel. Daher beschäftige ich mich derzeit auch nicht damit“, sagt Arnavutoglu bescheiden.

Dass er durchaus das Zeug dafür hat, hatte er bereits in der Saison 2011/2012 beim Oberligisten TSV Ottersberg gezeigt. Unter Trainer Axel Sammrey stand er mit im Oberliga-Kader. Eine Verletzung am Schambein ließ seinen Traum von einem Einsatz in der fünften Liga jedoch vor erst platzen. „Das war echt ärgerlich. Ich war dadurch fast sechs Monate außer Gefecht“, erinnert sich Arnavutoglu, der erst seit dieser Saison wieder das Trikot des Rotenburger SV II trägt. Zuvor hatte er drei Jahre lang in Ottersbergs Reserve seine Fähigkeiten unter Beweis gestellt. „Das war der beste Schritt, den ich damals machen konnte, denn dort habe ich mich wirklich top entwickelt“, so der gelernte Erzieher.

Da der Rotenburger jedoch auch in der Wümmestadt arbeitet, „wurde mir der Zeitaufwand einfach zu groß, um beim TSV Ottersberg II nach dem Abstieg nun in der Kreisliga Verden zu spielen. Daher entschied ich mich, wieder zurück nach Rotenburg zu kommen“, erklärt Arnavutoglu seine Beweggründe. Joachim Kroll dürfte darüber begeistert sein, schließlich weiß der Coach des RSV II, was er an ihm hat. „Aziz hat mich vorne überzeugt und hat wirklich viel gearbeitet. Er passt gut zu uns“, lobt der Trainer.

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