Neues Trainergespann

„Perfekte Lösung“ für Hassendorf: Bezek und Fahrenholz übernehmen

Ismet Bezek (l.) und Marc Fahrenholz.
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Ismet Bezek (l.) und Marc Fahrenholz bilden das neue Trainergespann des TV Hassendorf.

Ismet Bezek und Marc Fahrenholz übernehmen als Trainergespann zur neuen Saison den TV Hassendorf in der 1. Kreisklasse. Sie kennen das Team aus dem Effeff.

Hassendorf – Manchmal liegt die Lösung so nahe – wie im Fall des TV Hassendorf. In den eigenen Reihen wurde der Verein aus der 1. Fußball-Kreisklasse Süd bei der Suche nach einem Nachfolger für Abdu Nasraoglu, der künftig den Verdener Kreisligisten SV Hönisch coacht, fündig: Ismet Bezek (32) und Marc Fahrenholz (25) bilden nächste Saison das Trainergespann – zwei Hassendorfer Jungs. „Wir erhoffen uns damit, den Spaßfaktor wieder reinzukriegen. Ismet ist einer, auf den die Jungs hören. Auch Marc kennt die Mannschaft sehr gut“, erklärt der zweite Vorsitzende Sven Gerla.

Während die Personalie Bezek auf der Hand lag, weil der Routinier schon vor seiner Rückkehr Anfang 2020 beim TV Sottrum II erste Erfahrungen als Herrentrainer gesammelt hat, überrascht die Verpflichtung von Fahrenholz – zumindest auf den ersten Blick. Der ehemalige Mittelfeldspieler, der beim TSV Ottersberg bereits zum Landesliga-Kader hörte, ist nach seiner zweiten Hüftoperation Anfang 2019 mittlerweile Sportinvalide. „Das ist vorbei, leider. Aber ich hatte Bock, wieder etwas im Fußball zu machen und habe schnell gemerkt, dass es passt – auch wenn ich damit noch nicht gerechnet habe“, sagt der gelernte Tischler, der eine Umschulung zum Groß- und Außenhandelskaufmann macht und bereits im Jugendbereich Erfahrungen als Trainer gesammelt hat.

 Ich bin lange genug an der Mannschaft dran, um zu wissen, wie man sie anpacken muss.

Ismet Bezek

„Alleine wollte ich es nicht machen. Marc Fahrenholz ist mein Wunschkandidat gewesen“, verrät derweil Bezek und erinnert sich noch an seine Zeit als junger Spieler unter Arne Fahrenholz, dem Vater seines jetzigen Mitstreiters. „Als Marc elf oder zwölf war, hat er damals schon bei uns mittrainiert.“ Der Außendienstmitarbeiter eines Autoteilevertriebs gesteht auch, dass er sich in Gesprächen mit Gerla ein wenig „selbst angeboten“ hat. „Ich habe es also kommen sehen“, merkt Bezek schmunzelnd an. „Der Impuls kam auch aus der Mannschaft, die gesagt hat, dass es cool wäre, wenn ich es machen würde. Ich bin lange genug an der Mannschaft dran, um zu wissen, wie man sie anpacken muss. Und ich bin so selbstbewusst, um zu sagen, dass wir als Gespann aktuell die perfekte Lösung sind“, meint Bezek. „Wenn er das so sagt“, bemerkt Fahrenholz, lacht und ergänzt: „Ich glaube auch, dass es für den Verein so sehr gut ist.“

Gut auch, weil mögliche Wechselgedanken bei dem einen oder anderen Spieler mit dieser Besetzung schnell vom Tisch waren. „Der Kader bleibt zusammen. Und unser Ziel ist es, Spieler aus der Zweiten mit einzubinden. Vielleicht ist das ein kleiner Effekt“, glaubt Gerla. Einen Rückkehrer kann Bezek bereits vermelden: Offensivspieler Michael Diegel steigt weder ein, nachdem er zuletzt in der Saison 2018/2019 zwei Einsätze für den VfL Visselhövede in der Kreisliga zu verzeichnen hatte. „Wir werden uns noch um zwei, drei Verstärkungen bemühen“, betont Bezek.

Seine Zeit als Spieler der Ersten ist allerdings beendet. „Ich werde in der Mannschaft definitiv nicht mehr spielen. Das ist auch für die Jungs eine gewisse Umstellung – ich werde vom Mitspieler zum Trainer“, weiß er und sieht seine Zukunft am Ball bei den Altherren oder auch mal in der Zweiten, wenn es sich vereinbaren lässt. Von einem vorderen Platz oder gar dem Aufstieg spricht übrigens keiner in Hassendorf. „Wir wollen nach Corona einfach wieder Spaß haben“, lautet die Devise für Bezek, der mittelfristig den Erwerb der C-Lizenz anstrebt. Bezogen auf sich und Fahrenholz ist er überzeugt: „Wir werden mit der Aufgabe wachsen.“

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