Michel Misere trifft 17 Mal

TuS Rotenburg unterliegt Haren trotz kämpferischer Leistung 32:33

Daniel Barkholdt bei seinem Sprungwurf mit Ball in der linken Hand. Filiciano Perez reißt seinen rechten Arm und sein rechtes Bein hoch.
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Der passt: Daniel Barkholdt überwindet mit seinem Sprungwurf den sonst stark haltenden Keeper des TuS Haren Filiciano Perez.

Obwohl Michel Misere nach seiner krankheitsbedingten Pause vergangene Woche gegen Haren gleich 17 Mal traf, verloren seine Rotenburger gegen den Letzten.

Rotenburg – Während die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg und des TuS Haren gerade einliefen und die 160 Zuschauer frenetisch klatschten, rückten zwei Helfer noch den einen Pfosten des Tores auf die Linie, auf das sich die Wümmestädter kurz zuvor eingeworfen hatten. Zielsicher genug war die Sieben von Trainer Nils Muche jedoch in der Nachholpartie am Freitagabend nicht. Gegen den Tabellenletzten setzte es eine 32:33 (16:19)-Niederlage.

Immerhin: Dieses Mal blieben die Lichter über die gesamte Spielzeit in der Pestalozzihalle an. Allerdings brannte nur die Hälfte der Deckenbeleuchtung. Teammanager Johann Knodel klärte auf: „Die ist so geschaltet, dass sie nur am Wochenende komplett an ist.“ Vertraut sind die Wümmestädter mit diesen Verhältnissen bereits aus den Trainingseinheiten.

Aber auch beim ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams am 16. Oktober gab es diesen Vorschlag bereits von einem Zeitnehmer, nachdem ein Teil der Deckenbeleuchtung über dem Tor der Gäste aus Haren ausgefallen war. Die Schiedsrichter hatten dies nicht zugelassen und die Partie stattdessen beim Stand von 26:14 in der 47. Spielminute abgebrochen.

Nils Muche hielt während des Time-outs eine deutliche Ansprache.

War es vor einem Monat noch Lukas Misere, der bis dahin zweitbester Schütze mit fünf Treffern war, hielt dieses Mal Bruder Michel Misere Rotenburg in der Partie. Am Ende kam er gar auf 17 Treffer. Muche bescheinigte ihm daher auch „gut gespielt“ zu haben. Dass es am Ende trotz des torhungrigen Michel Misere nicht zum Erfolg reichte, lag unter anderem am stark aufspielenden Filiciano Perez im Tor der Gäste. Der gebürtige Brasilianer zeigte alleine im ersten Durchgang sieben Paraden. Auf der anderen Seite sind die Keeper „am Anfang nicht reingekommen“, bemerkte auch Muche. Erst in der Schlussviertelstunde war es Yannick Kelm, der Stammtorwart der Gastgeber, der zwei Siebenmeter hielt und zudem noch Würfe aus dem Spiel heraus.

In der zweiten Halbzeit hielt Haren lange den Vier-Tore-Vorsprung. Doch als sowohl Steffen Hanzlik (54.), als auch Martin Giesen (56.) die Rote Karte sahen, kam Rotenburg noch einmal durch Daniel Barkholdt auf ein Tor ran (58.). Kurz darauf musste auch Michel Misere nach seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe vom Feld. „So wie wir zum Schluss gespielt haben, war es super“, meinte Rotenburgs Coach. Zuvor habe seine Mannschaft jedoch „zu viele Zweikämpfe verloren, zu viel gewollt“ und sei zudem „zu übermotiviert“ gewesen.

Den unbedingten Willen sowie den Kampfgeist wollte Knodel seinen Handballern auch nicht absprechen: „Sie haben es ja versucht.“ Und: „Genug Chancen waren ja da.“ Nur nutzten die Gäste ihre am späten Freitagabend eben einmal häufiger als die Muche-Sieben.

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