Tschechin wechselt aus Herne zu den Hurricanes und komplettiert das Puzzle

Die neue Kata heißt Flasarova

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Vor zwei Jahren noch Gegenspielerinnen – ab sofort zusammen für die Hurricanes: Die beiden Guards Pia Mankertz und Katarina Flasarova, die vom Herner TC kommt.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Eigentlich hat Christian Greve ja noch ein paar Tage Urlaub. Doch so ganz ohne Basketball geht es für den Coach der Avides Hurricanes nicht – und so vermeldete er gestern spürbar erfreut einen weiteren Kracher für seinen Erstliga-Aufsteiger: Die Tschechin Katarina Flasarova kommt vom Herner TC, dem Klassenpartner.

„Wir sind uns sehr schnell einig geworden“, berichtete Greve, der den EU-Ausländer-Spot nach dem kurzfristigen Weggang der Österreicherin Kata Takács (Hat-Agro Györ) wieder besetzen wollte. Bis auf den Vornamen – Flasarovas Spitzname ist „Kata“ – unterscheiden sich die beiden Damen aber doch erheblich. Schließlich ist die 29-jährige Neuerwerbung der Hurricanes ein Combo-Guard – und damit wohl mehr als nur ein idealer Backup für Kapitän Pia Mankertz. „Sie ist eine starke Werferin, hat auch sehr gute Werte von der Dreierlinie, kann gut verteidigen und passt optimal zu meiner Spielidee – sie ist das fehlende Puzzleteil für uns“, sagt Greve.

„Sie passt optimal zu meiner Spielidee“

Flasarova bringt zudem das mit, was vielen Hurricanes-Spielerinnen noch fehlt – langjährige Erfahrungen im deutschen Oberhaus. Schon beim Herner TC, BBV Leipzig und BC Wolfenbüttel spielte sie in Liga eins, ehe es sie für eine Saison zum Zweitligisten BG 74 Göttingen zog. Die letzten zwei Spielzeiten verbrachte die 1,71 Meter große gebürtige Brünnerin wieder in Herne, wo sie in der Saison 2013/2014 sogar zweitbeste Schützin ihres Teams mit 302 Punkten war – darunter fanden sich auch 46 Dreier.

Bereits ein Jahr zuvor machten die Hurricanes bereits persönlich Bekanntschaft mit Flasarova. Im Hinspiel in Herne unterlag die BG ’89 mit 83:94 nach Verlängerung, die Tschechin steuerte fünf Punkte bei. Im Rückspiel war sie mit zehn Punkten beim Herner 80:63-Erfolg in der Pestalozzihalle nicht ganz unschuldig daran, dass die Greve-Crew kurz darauf abstieg – die Niederlage war letztlich der Genickbruch.

„Mit ihrer Erfahrung soll sie auch die jüngeren Spielerinnen führen“, traut Christian Greve dem Neuzugang „eine tragende Rolle“ zu – „die hat sie bisher in jedem Team gehabt“.

Die Personalplanungen der Hurricanes sind damit im Prinzip abgeschlossen. „Wir sind mit niemandem mehr in Verhandlungen“, bestätigt Greve, merkt aber an: „Wenn sich natürlich noch jemand anbietet und es passt, würde ich nicht Nein sagen.“ Doch auch so hat er einen Kader beisammen (elf Deutsche, drei Amerikanerinnen und eben Flasarova), der für die erste Liga durchaus tauglich sein sollte. Das erste gemeinsame Training ist für den 2. September angesetzt, am 6. September nehmen die Hurricanes am Turnier des Ligakonkurrenten BC Marburg teil.

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