Gehen anstatt laufen

Wöchentlicher Treff zum Walking Football in Hesedorf

Reinhard Helberg, Mike Brüning, Hans Jürgen Holsten, Hermann Grabau, Uwe Lunk, Siegfried Rebbin, Detlef Müller, Günter Ringen, Dietmar Martens und Joachim Riegel stehen beziehungsweise knien auf dem Sportplatz in Hesedorf.
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Auch im höheren Alter noch den Ball am Mann: Die Walking Footballer in Hesedorf (h.l.) Reinhard Helberg, Mike Brüning, Hans Jürgen Holsten, Hermann Grabau, Uwe Lunk; (v.l) Siegfried Rebbin, Detlef Müller, Günter Ringen, Dietmar Martens und Joachim Riegel.

In Hesedorf treffen sich Männer und Frauen zum sogenannten Walking Football. Von vielen belächelt, finden die Spieler immer mehr Gefallen an der neuen Art des Fußballs.

Hesedorf – Fußball auch noch im hohen Alter – Walking Football macht es möglich. Eine relativ neue Variante, die Fußballern (Ü 55) mit gesundheitlichen Einschränkungen die Möglichkeit bietet, weiterhin das geliebte Hobby auszuüben. Der Spielausschuss des Fußball-Kreises Rotenburg hat das Projekt abgesegnet. Die FSV Hesedorf/Nartum übernimmt den administrativen Part und bietet einmal wöchentlich ein Training auf dem Sportplatz am Bahnhof in Gyhum-Hesedorf an.

Das Projekt ist schon gewöhnungsbedürftig. Denn: Fußball ist rund um den Globus eine Sportart, bei der neben einer guten Technik gerade läuferische Eigenschaften gefordert sind. Beim Walking Football ist ein Umdenken schon erforderlich, weil Spielaufbau, Kombinationen und Torabschluss erfolgen aus dem Gehen. „Ich habe im Vorfeld oft den Satz gehört, ,das ist nichts für mich‘. Und belächelt wurde ich auch“, sagte Joachim „Jockel“ Riegel, Vorsitzender Marketing und Presseausschuss des NFV-Kreises. Der 61-Jährige agiert als Team-Verantwortlicher der Ü 55-Truppe und hat mittlerweile einen 19-köpfigen Kader gewinnen können. „Wir trainieren seit gut vier Wochen, haben unseren Spaß an unserem neuen Hobby. Dabei genießen wir die dritte Halbzeit ganz besonders“, so Riegel, der gerne einen Spielbetrieb anschieben möchte. Doch das ist eher Zukunftsmusik. Dafür müssten in Vereinen erst einmal Mannschaften aufgestellt werden.

Die Kicker um Dietmar Martens unterbrechen dann auch gerne mal während des Trainings ihr Spiel auf zwei Tore für ein Mannschaftsfoto. Der 52-Jährige erlebte noch die großen Zeiten beim Landesligisten MTV Ostereistedt (fusionierten später im April 2002 mit dem TSV Rhade zum FC Ostereistedt/Rhade, Anm. d. Redaktion), musste aber aus gesundheitlichen Gründen die Schuhe an den Nagel hängen.

Der Wunsch nach Kleinfeldturnieren

„Ich konnte mir unter Walking Football nichts vorstellen. Für mich lebt der Fußball von der Dynamik, jetzt gilt es sich umzustellen. Doch ich habe meinen Spaß daran, denn es ist gut für den Kopf und wirkt befreiend“, sagte Martens. Und schiebt nach: „Ich treffe hier alte Cracks, gegen die ich früher gespielt habe und wo es auch richtig zur Sache ging. Nach dem Duschen sitzen wir zusammen, schnacken beim Bier über alte Zeiten.“ Gerne würde er auf Kleinfeldturnieren mit seinen Mannschaftskollegen spielen. „Das wäre ein erster Schritt, um sich mit anderen Mannschaften zu messen“, so Martens.

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