Nach dem Tod von Paul Metternich steht der RSV unter Schock

Trauerflor beim Spitzenspiel

Ob Jan Friesen gegen Ahlerstedt/Ottendorf auflaufen kann, ist noch fraglich. Er musste an der Lippe genäht werden. Foto: Freese

Rotenburg – Trauerflor, Schweigeminute, Spitzenspiel – irgendwie mag das nicht recht zusammenpassen. „Die Spannung und Vorfreude ist völlig weg“, gesteht Tim Ebersbach, Trainer des Fußball-Landesligisten Rotenburger SV, vor dem Heimspiel seines Tabellenführers gegen den Titelanwärter SV Ahlerstedt/Ottendorf (Samstag, 16 Uhr). Der Tod von Vorstandsmitglied Paul Metternich, der am Montag im Alter von 72 Jahren gestorben ist, hat den Verein in eine gewisse Schockstarre versetzt.

Wie damit umgehen? „Wir werden versuchen, es in positive Energie umzuwandeln – für Paul!“, betont Ebersbach. „Aber wenn die Jungs mit dem Kopf woanders sind, habe ich auch Verständnis dafür.“ Die Stimmung im Training am Montag sei jedenfalls etwas gespenstisch gewesen, berichtet der Coach. „Es war auf der Anlage wie in einem alten Western, wie in einer Geisterstadt.“ Er selbst kannte Metternich seit 18 Jahren. „Und gerade in der letzten Zeit hat er mich wahnsinnig unterstützt. Er war nicht nur das Herz, sondern auch der Motor des Vereins. Er war der einzige Profi in einem Amateurverein“, hebt Ebersbach die akribische Arbeit und ganz spezielle Art hervor: „Es wird langweilig ohne ihn!“ Froh ist der Trainer aber darüber, dass der umtriebige Sponsorenbeschaffer eine gute Struktur hinterlassen habe und den Verein maßgeblich mit auf gesunde Füße gestellt hat.

Die Mannschaft hat derweil Ebersbach zu einem Spitzenteam geformt. Fünf Spiele, fünf Siege. „Selbst wenn wir verlieren, sind wir immer noch punktgleich mit Treubund Lüneburg oben“, hat er ausgerechnet. Allerdings weiß auch der Coach um die Momentaufnahme: „Wir sind zwar Tabellenführer, haben aber noch die ganz schweren Gegner vor uns.“ Der erste dieser Kategorie stellt sich mit Ahlerstedt/Ottendorf vor. Ein Team, das keinen Hehl um seine Titelambitionen macht, Perspektive besitzt und sich mit Jannik Peters einen Leistungsträger vom Ligarivalen VfL Güldenstern Stade geangelt hat.

So muss sich also zeigen, wie sehr der RSV den Kopf im Spitzenspiel freibekommt. Ein Fragezeichen steht dabei hinter dem Einsatz von Sturmtalent Jan Friesen, der sich bei einem Kopfballduell im Training am Dienstag an der Lippe verletzt hatte und zum Nähen im Krankenhaus war.  maf

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