Auch Oberliga-Keeper durchlief die Lehre

Trainer-Urgestein Horst Lemke fördert Torhüter wie Butt aus der U 19 des RSV

Horst Lemke (Mitte) steht hinter den auf dem Rasen knienden Tom Haas (v.l.), Laurin Peschlow, Tom Ole Steffen und Lenni Schwarz.
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Ein Urgestein und seine Schützlinge: Torwarttrainer Horst Lemke (Mitte) mit Tom Haas (v.l.), Laurin Peschlow, Tom Ole Steffen und Lenni Schwarz aus der U 15 und U 16 des JFV A/O/B/H/H.

Horst Lemke hat als Torwarttrainer bereits zahlreiche Keeper betreut. Auf einen aktuellen Oberliga-Torwart ist er indes besonders stolz.

Rotenburg – Beim Bremervörder SC erlebte Horst Lemke die goldenen Zeiten der Rotermund-Ära. Der Torhüter setzte sich bei den Grün-Roten gegen eine starke Konkurrenz durch, spielte als Nummer eins in der Verbandsliga Nord um die Meisterschaft. Nach der Karriere agierte der gebürtige Bremervörder zunächst als Übungsleiter. Dann wurde die Nachwuchsarbeit als Torwarttrainer für den Diplom-Mathematiker schließlich zur Herzensangelegenheit. Unter anderem arbeitete er auch mit dem aktuellen U 19-Keeper des Rotenburger SV, Hannes Butt, zusammen.

Die Kariere nach der Kariere startete Lemke beim VfL Stade, übernahm den Trainerjob des geschassten Klaus-Dieter Pagels. Doch den Abstieg aus der damaligen Oberliga Hamburg konnte er als Interimscoach nicht verhindern. „Es hat nicht gereicht und wir sind leider abgestiegen. Und trotz einer enttäuschenden Saison habe ich als Trainer-Neuling eine Menge dazugelernt und mitgenommen“, sagt der 65-Jährige.

Danach folgte der nächste Schritt im Trainer-Geschäft und er heuerte beim Landesligisten BW Bornreihe an. Doch die Erfüllung war es selbst in der letzten Station bei Oberligist TuS Heeslingen nicht, wo er als Co- und Torwarttrainer agierte. „Ich habe bald gemerkt, dass der Cheftrainer-Job nicht meine Welt ist. Die Arbeit mit den Torhütern fand ich deutlich spannender“, so Lemke.

„Es war schon ein Glücksgriff, dass wir Horst nach der Gründung des JFV A/O/Heeslingen gewinnen konnten. In all den Teams hat er die Torhüter hervorragend ausgebildet und besser gemacht. Der Torwarttrainer steht sicher nicht unbedingt im Fokus. Doch der Ausbildungsumfang hat eine hohe Qualität, ist sehr nachhaltig“, weiß auch der ehemalige JFV-Vorsitzende Carsten Schult, der Lemke vor elf Jahren verpflichtete.

In der Tat profitieren viele Vereine bis hoch zur Oberliga von der professionellen Arbeit, können auf gut ausgebildete Torhüter bauen. Die Verantwortlichen des Jugendfördervereins wissen also, was sie an Lemke haben. Dort agiert er neben seinem Tagesgeschäft als Torwart-Koordinator. „Ich möchte die moderne Torhüterausbildung gewährleisten“, so Lemke, dessen Arbeit bereits bei Hannes Butt Früchte trägt. Der RSV-Keeper hat ihm viel zu verdanken: „Die Arbeit mit Horst war sehr professionell. Ich habe viele neue Dinge mitgenommen und habe unter anderem das Torwartspiel von einer ganz anderen Warte gesehen.“

Mit Arne Exner, der seit sieben Jahren beim Oberligisten Heeslinger SC spielt, hat Lemke aus einem Rohdiamanten sogar die unangefochtene Nummer eins gemacht. In der U 16 des JFV A/O/H begann die Erfolgsgeschichte des großen Talentes aus Bevern. „Arne ist mein Vorzeige-Torwart, hat es durch seinen unbändigen Willen und Fleiß zum Leistungsträger geschafft“, sagt Horst Lemke. Das Lob gibt der 25-Jährige zurück: „Der hat das Torwart-spiel längst neu für sich entdeckt und die Inhalte waren immer sehr spielnah. Durch seine große Erfahrung hat er immer auf alles eine Antwort.“ Auch Julian Quack, ein weiterer Beverner Junge, schaffte durch Lemkes akribische Arbeit den Sprung in den Regionalliga-Kader des SV Drochtersen/Assel.

Dass Lemke immer noch motiviert ist und gerne zum Training fährt, derzeit nicht ans Aufhören denkt, hat seinen Grund. „Die Kinder zeigen mir, dass ich mit dem Training gut bei ihnen ankomme. Da schaue ich oft in leuchtende Augen. Wenn all das nicht mehr gegeben ist, werde ich aufhören“, unterstreicht Lemke. Und so profitieren auch weiterhin Torhüter wie Lenni Schwarz vom JFV A/O/H von seiner Arbeit: „Das Torwarttraining ist schon ein Luxus. Und ich bin dankbar, dass ich solch eine qualifizierte Ausbildung erhalte.“

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