Trainer der RSV-Reserve lässt sich vor Derby in Bothel umstimmen

Santls Rücktritt vom Rücktritt

Bernd Santl steht nun doch wieder an der Linie des RSV II.

Rotenburg/Bothel - Bernd Santl hat sich tatsächlich umstimmen lassen: Eine Woche nach seinem Rücktritt als Coach des Rotenburger SV II kehrt der 47-Jährige auf die Bank des Schlusslichts der Fußball-Bezirksliga zurück – pünktlich zum Kellerderby beim TuS Bothel am Sonntag (15 Uhr). Auch Co-Trainer Alexander Bese ist weiter dabei.

Santl, der seinen Posten aufgrund scharfer öffentlicher Kritik von Vorstandsmitglied Paul Metternich geräumt hatte, erklärte seinen Sinneswandel: „Meine Freunde aus dem Vorstand haben mich gebeten, das durchzuziehen, außerdem bin ich es meiner Mannschaft schuldig. Und der dritte Faktor war meine Frau, die mir gesagt hat, dass ich das nicht machen kann und auf den Platz gehöre.“ Der zweite Vorsitzende Thorsten Nitz ist dementsprechend erleichtert: „Das ist in unseren Augen das Beste für alle Beteiligten. Ich kann zu 100 Prozent verstehen, dass Bernd sauer ist, aber mit seiner Reaktion hatte er die Falschen getroffen.“

Spielertrainer Meinke: „Verlieren ist absolut verboten“

Im Derby in Bothel kann er wieder auf mehr als ein halbes Dutzend Spieler aus dem Kader der Ersten auf jeden Fall zurückgreifen – Karol Karpus, Mathis Wulff, Michel Müller, Cedrik Sackmann, Sebastian Lauridsen, Yannik Malende und Timo Kanigowski wären alle spielberechtigt. Sollte Jelle Röben am Sonnabend nicht eingesetzt werden, dürfte auch er noch für die Reserve auflaufen. Darüber macht sich Christoph Meinke, Spielertrainer des TuS Bothel, jedoch keine Gedanken. „Das ist das gute Recht des RSV.“

Für die Botheler ist das Derby „ein echtes Endspiel“, wie Meinke sagt. „Verlieren ist absolut verboten, ein Sieg ist Pflicht“, findet er klare Worte. Personell sieht es beim Tabellen-13. jedoch alles andere als gut aus. Meinke selbst ist wegen einer Oberschenkelzerrung noch angeschlagen. Auch die Einsätze von Gianfranco Cusimano, Sven Beyer und Bastian Hollmann sind aus Verletzungsgründen fraglich. „Wir müssen die Ausfälle über den breiten Kader kompensieren. Die Nachwuchsspieler machen einen guten Job, auch wenn sie den Qualitätsverlust nicht auffangen können“, so Meinke.

Doch auch der RSV II muss mit Tim Potratz, Waldemar Ott (beide Urlaub) und Tobias Delventhal (verletzt) auf Stammspieler verzichten. So hat Co-Trainer Alexander Bese Respekt vor dem Gegner: „Sie sind genauso angeschlagen wie wir. Aber gerade das macht sie wieder gefährlich.“

vw/ml/maf

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