Basketballer verlieren Oberliga-Spitzenspiel gegen Merzen mit 74:94

Der „Totalschaden“ der Hurricanes

Frederic Nitsch kommt durch ein Foul auf den Boden der Tatsachen zurück. Für seine Hurricanes war im Heimspiel der Basketball-Oberliga gegen den BW Merzen nichts zu holen. Foto: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die Gesichter beim Gang in die Halbzeitpause sagten alles. Die Oberliga-Basketballer der BG ‘89 Hurricanes waren sauer – vor allem auf sich selbst. Mit einem viertelübergreifenden 0:27-Run waren sie im Heimspiel gegen den Spitzenreiter BW Merzen quasi liegen geblieben. Als „Totalschaden“ bezeichnete auch Kapitän Malte Sievers hinterher diese verhängnisvolle Phase. „Die zweite Halbzeit war dann besser“, ergänzte Coach Sebastian Roy. Doch die Niederlage war für sein Team nicht mehr zu verhindern – 74:94 (32:57).

Dabei begann alles so wunderbar und unterhaltsam für die Zuschauer auf der Tribüne. In einem Spiel mit offenem Visier trafen beide Teams anfänglich nach Belieben. Die Hurricanes führten nach einem Dreier von Robert Wohlberg mit 9:8 (3.) und drei Minuten später auch noch mit 20:18 durch Hauke Sievers, der insgesamt auf beachtliche 33 Punkte kam. Es sollte jedoch nicht der Tages-Bestwert sein. Den stellte nämlich Merzens US-Amerikaner Darreon Lamar Tolliver mit 40 Punkten auf. Der schlaksige Center war für die Hurricanes quasi nicht zu verteidigen und auch ungemein treffsicher bei seinen Würfen.

Beim 24:25 durch Malte Sievers in der achten Minute war noch alles gut bei den Hurricanes – dann würgten die Gastgeber in der Pestalozzihalle ihren Motor irgendwie ab und bekamen ihn lange Zeit nicht mehr zum Laufen. Romello Steffen stellte mit 38:24 die Viertelführung der Gäste her. Auch die Verschnaufpause und eine weitere Auszeit brachten nichts ein. Bis auf 52:24 baute der Tabellenführer seinen Vorsprung aus, ehe Hauke Sievers nach acht Minuten wieder traf (16.). „Die haben natürlich gut getroffen, wir haben aber auch so ein bisschen das Konzept in unserer Offense verloren“, resümierte Coach Roy. Und Kapitän Malte Sievers bemerkte: „Wir haben die Körperlichkeit, die Intensität verloren. Und wenn du gegen die erst mal hintenliegst, wird es schwer.“

Immerhin: Fortan ließen die Hurricanes den Rückstand nicht mehr größer werden, kehrten auch zur Mann-Mann-Verteidigung zurück und machten Merzen das Leben dadurch deutlich schwerer. „Es war aber nur noch Schadensbegrenzung von uns“, räumte der dreifache Dreierschütze Malte Sievers ein.

BG ‘89 Hurricanes: Birk (6), Fröhlich (3), Nitsch (2), Rathjen (3), Reder, Reinhard (2), H. Sievers (33), M. Sievers (17), Wohlberg (8).

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