Torwart-Talent kommt zusammen mit Rückraumspieler Zahn aus Dorfmark

Muche heizt mit Kelm den Kampf der Keeper an

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Ihre Zukunft sehen Yannick Kelm und Patrick Zahn (Bild) nicht mehr bei der auseinanderfallenden HSG Dorfmark, sondern beim Verbandsliga-Aufsteiger TuS Rotenburg, dem beide zugesagt haben.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Aufsteiger TuS Rotenburg motzt seinen Kader für die Handball-Verbandsliga Nordsee auf: Rückraumspieler Patrick Zahn und Torwart-Talent Yannick Kelm – beide Eigengewächse der HSG Dorfmark – schließen sich den Wümmestädtern an und folgen damit ihrem früheren Trainer Nils Muche, der in Rotenburg Steffen Aevermann beerbt. „Ende letzter Woche haben wir ihre Zusage bekommen“, teilte Rotenburgs Handball-Boss Friedrich Behrens mit.

Mit der Verpflichtung von Keeper Kelm heizt Muche vor allem den Kampf um den Platz im Kasten an. Der 22-jährige Dorfmarker galt in der Verbandsliga Niedersachsen als stärkster Torwart, manche Experten prophezeien ihm gar eine Profikarriere. Doch nächste Saison bittet der Großhandelskaufmann zunächst Alexander Meyer und Denis Jäger zum Dreikampf. „Das finde ich sehr interessant, mich neu zu beweisen. Ich kenne in der Liga keinen, mich kennt keiner – das reizt mich. Und dass Nils Muche das jetzt in Rotenburg macht, war auch ein wichtiger Grund“, betont Kelm.

Einen „super Draht“ zu Muche hat auch Rückraumspieler Patrick Zahn, der schweren Herzens die HSG Dorfmark verlässt. „Unser primäres Ziel war es, den Laden dort am Laufen zu halten“, gesteht er – doch als das beim Verbandsliga-Absteiger unmöglich schien, entschied auch er sich für den Wechsel. Allerdings wird sich Zahn aufgrund eine Schultereckgelenksprengung auf der linken Seite – zugezogen bei einem Fußballspiel – noch gedulden müssen. Er hofft, „im November, Dezember wieder einzusteigen und dann so schnell wie möglich weiterzuhelfen“. Zahn bringt die Erfahrung aus acht Verbandsliga-Jahren mit und sagt über seine Position: „Ich treibe überall dort mein Unwesen, wo der Trainer mich braucht.“ Mit 1,84 Meter ist der 26-Jährige nicht unbedingt der großgewachsene Rückraumshooter, sondern einer, dem das Rotenburger Tempospiel entgegenkommt. „Unsere Spielweise in Dorfmark war ähnlich, vielleicht nicht ganz so offensiv in der Deckung“, meint Zahn und freut sich auf die neue Verbandsliga, schließlich spielt er erstmals in der Nordsee-Staffel. „Neue Mannschaft, neue Gegner – das ist auch für die Leistung förderlich. Man muss sich neu beweisen“, so der in Hamburg tätige Wirtschaftsberater.

Für Friedrich Behrens ist die Kaderplanung damit so gut wie abgeschlossen. „Es ist nicht unser Ding, Spieler abzuwerben“, sagt er, hätte allerdings noch gerne Jens Behrens aus der A-Jugend des TV Scheeßel verpflichtet. „Er hat aber abgesagt, weil er lieber beim TuS Westerholz Fußball spielen will. Ich werde es jedoch nochmal versuchen“, meint Rotenburgs Handball-Chef.

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