Startnummer 9

Lukas Misere (Handball)

Lukas Misere (am Ball) wird oftmals gleich von mehreren Gegenspielern in die Zange genommen, da der Goalgetter des TuS Rotenburg sonst kaum in den Griff zu bekommen ist. - Foto: Freese
+
Lukas Misere (am Ball) wird oftmals gleich von mehreren Gegenspielern in die Zange genommen, da der Goalgetter des TuS Rotenburg sonst kaum in den Griff zu bekommen ist.

Rotenburg - Eigentlich können die Gegner des Handball-Oberligisten TuS Rotenburg froh sein, dass in der Pestalozzihalle ein absolutes Backeverbot herrscht. „Ich werfe besser mit Kleber als ohne“, behauptet Lukas Misere und wäre sofort für die Erlaubnis des Haftmittels. Womöglich wäre die überragende Torquote des 22-Jährigen dann noch höher als ohnehin schon. 

Misere, die Tormaschine von der linken Seite, hat mit seinen Treffern erheblichen Anteil daran, dass die Rotenburger souverän in die Oberliga aufgestiegen sind und auch dort als aktueller Vierter eine tragende Rolle spielen.

Mit 9,6 Toren im Schnitt war der amtierende Sportler des Jahres in der vergangenen Saison der mit Abstand beste Werfer der Verbandsliga. 240 Treffer waren es am Ende. Auch jetzt sind es bereits 104 – ein ähnlich guter Schnitt von 9,5, der Misere ebenfalls die Führung beschert. Und das eine Klasse höher. „Aber ich gucke nicht nach jedem Spiel in die Torjägerliste. Was nützt es, wenn ich 20 Tore mache und wir trotzdem 30:31 verlieren. Der Erfolg der Mannschaft steht im Mittelpunkt“, beteuert der Groß- und Außenhandelskaufmann. „Mich freut es nur, wenn ich die Tabelle angucke.“

Misere würde gern mit Rotenburg aufsteigen

Natürlich weckt er mit seinen Quoten auch Begehrlichkeiten anderer Clubs. Anfragen gab es bereits, beim Zweitligisten Wilhelmshavener HV absolvierte er im Frühjahr auch mal ein Probetraining. „Aber ich würde schon gerne mit Rotenburg aufsteigen. Nicht in der ersten Oberliga-Saison, aber langfristig kann man das mal planen“, ist Misere bodenständig.

Dass sich sein Team und auch er selbst auf Anhieb so in der neuen Liga etablieren würden, hat ihn „selbst gewundert“. Unterschiede gibt es im Vergleich zur Verbandsliga. In der vierthöchsten Spielklasse gelte es, 60 Minuten alles abzurufen. „Da gibt es viele abgezockte Spieler, die das Ding in den letzten Minuten entscheiden.“ Außerdem stünden die Abwehrreihen viel kompakter als Team, hat Misere beobachtet.

Er selbst wechselt auch gerne mal auf die halblinke Rückraumposition und sagt mit einem Augenzwinkern Richtung Trainer Nils Muche: „Mir ist es egal, ob halb oder links, solange ich nicht am Kreis spielen muss.“ - maf

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Corona-Testzentrum öffnet in Zeven

Corona-Testzentrum öffnet in Zeven

Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern

Thomas Schäfer ist tot – Sein Leben in Bildern

Überforderung im Sport vermeiden

Überforderung im Sport vermeiden

Warum Rasenroboter doch noch einen Gärtner brauchen

Warum Rasenroboter doch noch einen Gärtner brauchen

Meistgelesene Artikel

Leyens zieht Schlussstrich

Leyens zieht Schlussstrich

Cusimano ist in Sorge

Cusimano ist in Sorge

TNB verschiebt Tennis-Saison

TNB verschiebt Tennis-Saison

Walze statt gelber Filzball

Walze statt gelber Filzball

Kommentare