Sport vor 50 Jahren

Die Torjäger von 1971: Brunnemann und Neubauer schwelgen in Erinnerung

Günther Brunnemann hält vor dem Garten seine Torjäger-Plakette in der Hand.
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Günther Brunnemann war mit 32 Treffern der beste Schütze in der 2. Kreisklasse.

50 Jahre ist es her, dass Manfred Neubauer und Günther Brunnemann ihre Ligen zerschossen haben. Besonders ein Spiel blieb dabei in Erinnerung.

Scheeßel/Wittorf – Zusammengerechnet haben Manfred Neubauer (SSV Wittorf) und Günther Brunnemann (RW Scheeßel II) 83 Tore in der Saison 1970/1971 geschossen. Damit waren sie gleichzeitig auch in ihren Ligen – der 1. und 2. Kreisklasse – am Ende die Torschützenkönige. Die Erinnerungen an ihre Erfolge sind durchaus auch 50 Jahre später noch vorhanden, schließlich hängt die Plakette „auch heute in meinem Haus, wo ich sie ständig sehe“, erzählt Brunnemann.

Die bekam der Kicker von Rot-Weiß Scheeßel II bei der Jahreshauptversammlung des Fußball-Kreises vom damaligen Spielausschussvorsitzenden Günter Rimkus für seine 32 Treffer überreicht. Dass es nicht sogar noch mehr Tore geworden sind, lag daran, „dass ich bei der Bundeswehr war und deshalb nicht an jedem Spiel teilnehmen konnte. Zudem habe ich das ein oder andere Mal bei der Ersten ausgeholfen“, erklärt der 70-Jährige, der die Stürmerposition bekleidete.

Sein indirekter Kontrahent Neubauer erreichte in der 1. Kreisklasse sogar die 51 Tore. „Hubert Simon und Ewald Sültenfuß haben mich immer gut gefüttert“, sagt der 75-Jährige, der als Linksaußen auflief und sich nicht in den Mittelpunkt stellen will. „Aber mir hat sicherlich auch geholfen, dass ich immer fit war und keine Verletzung hatte“, ergänzt er.

Manfred Neubauer sicherte sich mit über 50 Toren die Torjäger-Krone in der 1. Kreisklasse.

Trotz seiner Abschlussstärke reichte es für den SSV Wittorf nicht für den Meistertitel. Der ging an den SV Horstedt, dessen Spieler übrigens die Plätze zwei bis vier hinter Neubauer in der Torschützenliste einnahmen. Brunnemann hingegen konnte neben seinem persönlichen Erfolg auch den Aufstieg mit seiner Scheeßeler Elf feiern. Das lag natürlich vor allem daran, dass sie 119 Tore in 27 Spielen schossen. Hohe Siege waren also auch darunter.

An einen kann sich Brunnemann noch erinnern. Der genaue Gegner fällt ihn zwar nicht mehr ein, dafür aber die Geschichte dazu: „Wir waren an dem Tag gut drauf, schossen viele Tore. Während des Spiels entstand dann die Idee, dass der Schütze eines ,Schnapszahl-Tores‘ etwas ausgeben muss.“ Dazu kam es, sodass Brunnemann und seine Teamkollegen sich am Abend im Scheeßeler Stahmleder trafen und mit Bier und Korn den Erfolg feierten.

Mit weniger Alkohol, aber dafür mindestens genauso gefreut, hat sich auch Neubauer einige Jahre später über sein ganz besonderes Tor. „Nachdem wir bis in die Bezirksklasse aufgestiegen waren, hatten wir unser erstes Punktspiel in Worbswede. Da habe ich eine Ecke direkt ins Tor verwandelt“, sagt Neubauer, der nach seiner aktiven Karriere bis vor zwei Jahren noch als Platzwart des VfL Visselhövede arbeitete.

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