Trainer-Rücktritt in Westerholz nach Disput

Tomas Meyer zieht Konsequenzen

In seinem einzigen Pflichtspiel an der Seitenlinie des TuS Westerholz coachte Tomas Meyer das Kellerkind der Fußball-Kreisliga zu einem Sieg gegen den TuS Zeven. Anschließend kam die Corona-Auszeit. Foto: Freese
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In seinem einzigen Pflichtspiel an der Seitenlinie des TuS Westerholz coachte Tomas Meyer das Kellerkind der Fußball-Kreisliga zu einem Sieg gegen den TuS Zeven. Anschließend kam die Corona-Auszeit.

Westerholz - Von Matthias Freese. Beim TuS Westerholz hat eine alte Baustelle nach Pfingsten wieder eröffnet! Der Fußball-Kreisligist benötigt zur kommenden Saison einen neuen Coach. Der bisherige, Tomas Meyer aus Scheeßel, hat nach den Feiertagen seinen Rücktritt erklärt. Er hat die Rückendeckung von Abteilungsleiter Mark Wulfmeyer nach einem Disput mit Torwarttrainer Paul Hädecke vermisst. „Ich soll der Cheftrainer sein, ich soll vorangehen und eine klare Linie fahren – nur hört das dann nicht im Trainerteam und im Umfeld auf. Das funktioniert nicht“, sagt Meyer.

„Das kam sehr überraschend und ist sehr schade, aber wir akzeptieren seine Entscheidung und entsprechen seinem Wunsch“, kommentiert Fußballobmann Wulfmeyer die Trennung. Er hatte eine Aussprache aller Beteiligten vorgeschlagen: „Tomas wollte aber nicht reden und sich an einen Tisch setzen.“

Aussprache? „Da wird nicht viel passieren“

Für Meyer ist es seine bisher kürzeste Amtszeit als Herrentrainer: Erst im Dezember war der erfahrene Coach bei den abstiegsbedrohten Westerholzern eingestiegen und hatte Interimstrainer Fabian Everding abgelöst. In nur einem Punktspiel stand er an der Seitenlinie – beim 2:1-Sieg Anfang März gegen den TuS Zeven. Dann folgte die Corona-Auszeit. In dieser Phase sagte Meyer Anfang April für die nächste Saison zu – doch schon in der zweiten Trainingswoche nach der Zwangspause kam es zum Streit. Wulfmeyer habe das Problem auf diese Woche vertagen wollen, sagt Meyer. Seine Überzeugung: „Da wird nicht viel passieren.“ Also zog er am Dienstag den Schlussstrich. „Natürlich steht demgegenüber die Mannschaft, mit der kannst du sicher etwas reißen. Es ging eigentlich alles in die richtige Richtung. Aber ich muss an mich denken. Kann sein, dass ich auch dem einen oder anderen zu nahe getreten bin. Ich bin sehr genau, vielleicht zu genau für viele Kreisligisten“, meint der 55-Jährige.

Vom Trainer-Dasein hat er jedenfalls vorerst genug. „Ich nehme keinen anderen Job an, ich strebe nichts Neues an. Am besten ruft mich auch keiner an und versucht mich zu bewegen, wieder anzufangen“, betont der Scheeßeler.

Wulfmeyer glaubt an vernünftige Lösung

In Westerholz beginnt derweil die Suche wieder von vorne. Nach der Trennung von Peter Ludwig im April 2018 hatte es keine Konstanz mehr gegeben. Matthias Klindworth, Hans-Dieter Vernimb (immerhin für eine Saison, gekrönt mit dem Aufstieg 2019), erneut Klindworth sowie Everding als Übergangslösung und eben jetzt Meyer hatten das Team seither trainiert. „Wir haben keine Panik und werden eine vernünftige Lösung finden“, ist Wulfmeyer überzeugt.

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