Leistungsträgerin reißt sich Kreuzband – vierter Fall beim TuS Rotenburg

Bei Tiedemann fließen die Tränen

Patricia Tiedemann hat sich das Kreuzband gerissen und fällt lange aus. Foto: Freese

Rotenburg - Von Lea Oetjen. Inzwischen hat sich Patricia Tiedemann wieder gefangen. „Ich muss nach vorne schauen – ändern kann ich’s jetzt eh nicht mehr“, sagt sie. Die 21-Jährige wirkt reflektiert. – obwohl der große Schock für die Handballerin des TuS Rotenburg nur wenige Tage alt ist. Im Spiel gegen die SG Arbergen/Mahndorf hat sich die erfolgreichste Torschützin des Teams das rechte Kreuzband gerissen und fällt damit monatelang aus.

„In dem Moment als ich aufs Feld gerannt bin, wusste ich, dass da etwas kaputt gegangen ist“, erzählt ihr Trainer Jens Miesner. „Patricia hat vor Schmerzen geschrien. Ehrlich gesagt habe ich vermutet, dass noch mehr passiert ist“, sagt er. Diese Befürchtung bestätigte sich am Dienstag allerdings nicht.

„Es ist zwar ,nur‘ ein einfacher Kreuzbandriss, aber ich war schon sehr traurig“, gesteht Tiedemann. Bislang habe sie sich nur zweimal die Bänder gerissen, „nichts Wildes. Aber als ich dann die Diagnose erhalten habe, konnte ich die Tränen nicht mehr aufhalten“, verrät sie. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass die Scheeßelerin auch für ihr Studium fit sein muss. „Ich studiere Sport“, erzählt sie. „Zum Glück habe ich in diesem Semester keine Praxismodule und inhaltlich werde ich versorgt.“ Wie es im nächsten Semester aussieht, weiß sie allerdings noch nicht. „Ich hoffe natürlich, dass ich Theoriemodule wählen kann“, meint Tiedemann. Wie es für sie weitergeht, wird am Freitag bei einem Knie-Spezialisten in Hamburg besprochen.

Besonders bitter: Mit Tiedemann fällt für die Handballerinnen des TuS Rotenburg bereits die vierte Leistungsträgerin in gut eineinhalb Jahren mit einem Kreuzbandriss aus. „Das ist natürlich eine große Schwächung“, findet Miesner. „Dabei machen wir im Training viel Stabilisationsübungen fürs Knie.“ Doch auch diese verschonen seine Spielerinnen offenbar nicht vor dem Albtraum eines jeden Sportlers. Dagmar Gieseke und Annika Trau rissen sich in der Sommerpause vor der Saison 2018/19 ihr Kreuzband – Linkshänderin Lisa Meinke im vergangenen Dezember.

Im Gegensatz zu Gieseke und Meinke hat Patricia Tiedemann aber nicht vor, ihre Handballschuhe an den Nagel zu hängen. „Ich werde auf jeden Fall weitermachen“, verspricht sie. Schon jetzt vermisse sie ihre Mannschaft und das Gefühl, in der Halle zu sein. Schließlich begleitet sie das schon seit ihrem vierten Lebensjahr. „Ich habe bei den Minis des TV Scheeßel angefangen, Handball zu spielen“, erzählt sie. Allerdings über Umwege: „Erst hab ich’s mit Ballett versucht – aber dafür war ich zu grob“, erinnert sie sich und kann sich ein Schmunzeln kaum verkneifen. Das Lachen hat Tiedemann nicht verloren – und so arbeitet es sich leichter am Comeback.

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