VfL Visselhövede schickt RSV II mit 0:2 nach Hause / „Nachbarschaftshilfe“ / Jorzick und Hell treffen

Thomas Heidler dirigiert zum Sieg

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Wenn es im Fußball Haltungsnoten geben würde, Visselhövedes Adam Rosynek (hier im Duell mit Rotenburgs Tobias Delventhal) hätte für diese spektakuläre Einlage den Bestwert verdient. ·

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigVISSELHÖVEDE · Kai Jager und Atdhe Haliti waren nach dem Schlusspfiff nicht mehr zu stoppen. Passend zum Lied „So sehen Sieger aus“, das aus den Lautsprechern ertönte, tanzten die beiden Fußballer des Bezirksligisten VfL Visselhövede ausgelassen auf dem Platz. „Ein total verdienter Sieg. Wir haben sie so richtig vernascht“, kommentierte dann auch Jager gut gelaunt und mit einem breiten Grinsen im Gesicht den 2:0 (0:0)-Derbysieg gegen den Rotenburger SV II. Durch den Dreier sind die Gastgeber aus der Abstiegszone geklettert und belegen nun den zwölften Platz. Der RSV II bleibt indes mit 23 Zählern Neunter.

Visselhövede hatte seine Abwehr überraschenderweise auf den Kopf gestellt. So agierten Claas Bargfrede, Michael Lohmann, Thomas Heidler sowie Marten Schwarz hinten in einer Viererkette. Vor allem Kapitän Heidler war es, der seine Vorderleute immer wieder gut dirigierte. „Die 3:4-Testspielniederlage gegen den TuS Westerholz hat uns deutlich gezeigt, dass wir etwas verändern müssen. Wir haben in der Vergangenheit immer viel zu viele Tore kassiert. Endlich haben wir den Laden hinten dicht gehalten und zu null gespielt“, freute sich Trainer Peter Norden über den gelungenen Schachzug.

Die Rotenburger hatten arge Probleme, durch die gut stehende Abwehrreihe zu kommen. Entweder rannten sich die beiden Angreifer Tobias Delventhal und Patrick Werna fest oder aber Keeper Michel Brückner war auf dem Posten. „Bei uns hat eindeutig der letzte Biss gefehlt. Wir haben nicht das abgerufen, was wir eigentlich können“, ärgerte sich RSV-Coach Joachim Kroll.

Aber auch „Vissel“ benötigte einige Zeit, um Präsenz auf dem Platz zu zeigen. Einzig Marco Jorzick gab in der 18. Minute einen Torschuss ab. Nach dem Wechsel gaben die Gastgeber den Ton an. Der RSV II fiel dagegen häufig mit Fehlpässen auf. „Wir haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden und immer wieder den Ball verstolpert“, musste Rotenburgs Mittelfeldmann Waldemar Ott zugeben. Die fehlende Zuordnung nutzte das Norden-Team in der 48. Minute eiskalt aus: Neuzugang Atdhe Haliti setzte sich auf der rechten Bahn durch und flankte auf den Kopf von Marco Jorzick – 1:0. Kurz darauf war es wieder Haliti, der seine Gegenspieler alt aussehen ließ. Sein Schuss kratzte Jewgenij Teichreb gerade noch von der Linie. Der Ball landete jedoch genau vor den Füßen von Norman Hell. Der „neue“ Sechser ließ sich nicht zwei Mal bitten und besorgte das 2:0. „Wir haben wahre Nachbarschaftshilfe geleistet. Unser Auftreten war keinesfalls Derby-tauglich. So rutschen wir selbst noch in den Tabellenkeller“, ist sich Kroll der brenzligen Situation bewusst. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt schließlich nur noch fünf Punkte.

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