Der „neue“ RSV verlässt nach 3:1 gegen Basbeck die Abstiegsplätze / Goalgetter an allen Toren beteiligt

Thiel schickt Pohlner zum Friseur

Norman Heinemann (Mitte) war nicht nur in der RSV-Innenverteidigung wieder eine Bank, sondern leitete auch das 1:1 ein. Hier gelingt ihm fast selbst ein Torerfolg, an dem der starke Keeper Tobias von Kroge und Sebastian Domokos ihn aber noch gemeinsam hindern.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG · Noch diese Woche sollte Nils Pohlner einen Termin beim Friseur abmachen. Wettschulden sind schließlich Ehrenschulden – und die lange Matte des Kapitäns muss ohnehin schon von einem Haarband gezügelt werden. „Ich hoffe, er lässt sich jetzt endlich die Haare schneiden – das hat er versprochen, wenn wir auf einem Nichtabstiegsplatz stehen“, verriet René Thiel, der entscheidend dazu beitrug, dass der Rotenburger SV erstmals in dieser Serie auf einem rettenden Rang in der Fußball-Bezirksoberliga steht. Beim 3:1 (1:1) gegen den FC Basbeck-Osten traf er zwei Mal selbst und bereitete das Tor von Johann Belsch vor.

Diejenigen, die gestern ein rotes Trikot trugen, waren bester Laune. Mit einer Ausnahme: Ugur Saatci war stinksauer wegen seiner Auswechslung. Als Coach Detlef Lehmann seinen Namen in der 72. Minute rief, reagierte der Stürmer mit einem unüberhörbaren und trotzigen „Nein“, kam dann aber doch angetrottet, um gleich über die Bande zu hüpfen. „Besser so, als wenn er sich freuen würde“, nahm

nLange gefällt in

nEbersbach-Rolle

Lehmann die Reaktion gelassen hin. Zumal auch Saatci wissen wird, dass Sturmpartner Thiel gestern ohne Frage die bessere Quote vorwies.

Allerdings begann die Partie für den „neuen“ und seit der Winterpause ungeschlagenen RSV vor 135 Zuschauern im Ahe-Stadion mit einem frühen Rückschlag. Nach einem Freistoß von Kai Hönicke hatte sich Mirco Przewloka clever um Pohlner rumgedreht und zum 1:0 für Basbeck eingelocht (10.). Nicht unverdient, denn ohne den verletzten Leitwolf Tim Ebersbach war der Gastgeber zunächst „gar nicht auf dem Platz“, wie Lehmann bemerkte. Kellerkind Basbeck hätte nach Chancen durch Dominik Zielke (6.) und Rakip Topcu (19.) sogar frühzeitig mit 3:0 führen können, ehe der RSV allmählich ins Spiel fand. Nach einem Vorstoß des starken Innenverteidigers Norman Heinemann, der den Ball abfing, setzte Thiel dann das Spielgerät an den Pfosten, um per anschließendem Flugkopfball artistisch auszugleichen (39.). „Die Jungs haben gut reingefunden, aber wir sind eben stark von der Disziplin abhängig“, resümierte Tim Ebersbach später.

Auf seiner Position wurde Boris Lange im zweiten Durchgang immer stärker, auch Nikolai Pröhl steigerte sich auf dem linken Flügel enorm. Und vorne – da glänzte Thiel, der nach einem Zuspiel von Oliver Dittmer mit einem satten Schuss aus 18 Metern zum 2:1 vollstreckte (64.).

Die Gäste waren zu diesem Zeitpunkt bereits in Unterzahl, da sich Topcu wegen Nachtretens gegen Kai Jager Rot von Referee Enno Thiele (TuS Hohne) abgeholt hatte (52.). Der Widerstand ließ folglich auch immer mehr nach, die RSV-Chancen häuften sich. „Auch ich hätte noch ein Tor machen müssen“, räumte Thiel hinterher ein. Dafür legte er aber trotz bester Position uneigennützig das 3:1 für Johann Belsch auf (77.) und schickte gleich noch eine Warnung an Nils Pohlner: „Geht er nicht zum Friseur, kostet das 100 Euro für die Mannschaftskasse – das habe ich beschlossen.“

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