Die Tennisspieler Quentin Maisey und Keith Porter über ihre Ziele beim Gastspiel in Scheeßel

„Es geht um das hohe Niveau“

+
Die „Saisonimporte” Quentin Maisey (l.) aus Neuseeland und Keith Porter aus Kanada unterstützen Scheeßels Tennis-Herren 60.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Die Tennis-Herren 60 des TC Blau-Weiß Scheeßel haben sich für ihre Auftritte in der Regionalliga erneut international verstärkt. Mit dem amtierenden Doppelweltmeister Keith Porter aus Kanada und dem Neuseeländer Quentin Maisey (Platz 40 der Senioren-Einzelweltrangliste) hat sich das Team zwei echte Cracks auf die Top-Positionen ins Boot geholt. Drahtzieher der Aktion war Wolfgang Staritz, der seine guten Kontakte spielen ließ. Warum beide für rund drei Monate in Scheeßel spielen, ohne einen Euro dafür zu sehen, erklären sie im Interview.

Warum haben Sie sich dafür entschieden, in Europa Tennis zu spielen?

Quentin Maisey: Weil es einfach Spaß macht: Harte Duelle, danach ein paar Biere, und jede Woche lernt man neue Leute kennen!

Keith Porter: Bei mir steht neben dem Tennis das Reisen im Vordergrund. Ich will mich ein wenig in Europa umsehen, zum Beispiel in der Normandie und in Irland. Daneben geht es auch um das hohe Niveau, auf dem hier gespielt wird. Wir sind beide in nationalen Tennisverbänden aktiv. Aber Deutschland ist einfach am besten organisiert, noch vor den USA – mit 56 Spielklassen und jeder Menge guter Spieler. Zu Hause habe ich nur drei bis vier Gegner, die auf demselben Niveau spielen.

Und wieso treten Sie ausgerechnet für den TC Blau-Weiß Scheeßel an?

Maisey: Ich war ja schon 2012 für eine Saison hier. Damals war es so klasse, dass ich wusste: Gleich nach der Pensionierung kommst du zurück! Damals hatten mir zwei australische Gegner bei einem internationalen Turnier erzählt, wie gut es ihnen hier gefallen hatte.

Porter: Ich habe Quentin im vergangenen Jahr bei der Weltmeisterschaft in der Türkei getroffen. Damals hat es vier Tage lang geregnet, bis wir gegeneinander spielen konnten. In der Zeit des Wartens hat er mir viel von Scheeßel erzählt. Irgendwann war ich infiziert.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Zeit im Norden Deutschlands gesteckt?

Maisey: Ich will meinen Ranglistenplatz verbessern. Hier gibt es viele Turniere, bei denen man Punkte sammeln kann; in Neuseeland nur ein einziges IFT-Turnier. So fahre ich während meines Aufenthalts hier noch nach Barcelona, Bordeaux und Umag in Kroatien. 2012 bin ich ohne Platzierung gekommen. Am Ende der Saison stand ich auf Platz elf …

Porter: Mir geht es auch um das Spielen auf Grand. In Kanada spielen wir vor allem auf Kunstrasen. Hier sind die Spiele langsamer, das verspricht längere Duelle.

Maisey: Das ist auch einer der Gründe, warum ich hier bin: Ich nutze die Zeit einfach für die Vorbereitung auf Grand für die Weltmeisterschaft in Frankreich. Die größten Turniere der Welt werden alle auf Grand ausgetragen.

Das klingt nach einer Win-Win-Situation …

Porter: Absolut! Wir trainieren so gut wie jeden Tag in Scheeßel und Zeven. Nicht nur mit der Mannschaft, sondern auch mit anderen Spielern aus dem Verein. Wir bringen ihnen nicht nur besseres Tennis bei, sondern auch Englisch (lacht) …

Maisey: Und vielleicht klappt es ja auch mit der Vizemeisterschaft. Stade haben wir 8:1 geschlagen, Berlin mit 5:4.

Grusel-Shots und erster Abschied: Der achte Dschungel-Tag in Bildern

Grusel-Shots und erster Abschied: Der achte Dschungel-Tag in Bildern

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

DHB-Team bei WM als Gruppensieger in K.o.-Runde

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Amtseinführung von Donald Trump: Die Fotos vom Kapitol

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Werder-Abschlusstraining am Freitag

Meistgelesene Artikel

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Schmitz angelt sich Fadiga und Kösling und feiert Turniersieg

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Hurricanes am Abgrund - frühe Fouls frustrieren Young

Alles fix: Freigabe für Toni Fahrner

Alles fix: Freigabe für Toni Fahrner

15-Stunden-Tage sind keine Seltenheit

15-Stunden-Tage sind keine Seltenheit

Kommentare