Tennis-Oberligist TC GW Rotenburg startet gegen Barrier TC in die Saison

Burinas „Fußballer“ setzen im Kader auf Kontinuität

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Mit Biss zum Klassenerhalt: Lars Rademacher, Sebastian Loss, Philipp Barautzki und Semir Burina (v.l.) haben Hunger auf die neue Oberliga-Saison. Auf dem Bild fehlen Aziz Kijametovic und Tobias Loss.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zlatan Burina hatte erst gar nicht versucht, seinen Sohn davon abzuhalten. „Ich kann ihn sehr gut verstehen“, kommentierte der Tennis-Coach des TC Grün-Weiß Rotenburg stattdessen die inzwischen regelmäßigen Auftritte von Semir Burina auf dem Fußballplatz. Zusammen mit seinem Teamkollegen Philipp Barautzki kickt er in der 2. Kreisklasse für den SV Lauenbrück. Doch ab morgen verschieben sich die Prioritäten wieder. Dann starten die Rotenburger mit dem Heimspiel gegen den Barrier TC um 9 Uhr in die neue Oberliga-Saison.

„Ganz klar: Tennis geht vor“, betont der 25-jährige Semir Burina, der hinter dem Bosnier Aziz Kijametovic und Barautzki an Position drei spielt. Übrigens – ob Zufall oder nicht – ähneln sich die Spielstile mit den Positionen auf dem Fußballplatz: Dort wie auf dem roten Sand ist Barautzki der defensive Spieler, Burina derjenige, der angreift.

Und dann gibt es ja auch noch den dritten Fußballer in Reihen der Grün-Weißen: Der Hipstedter Lars Rademacher, als Nummer sechs eine feste Bank, stürmt sogar in der Kreisliga für den FC Alfstedt/Ebersdorf und bestreitet deshalb im ersten Punktspiel vermutlich auch nur das Einzel.

Rotenburgs Nummer fünf Sebastian Loss – im „Zweitjob“ Leichtathlet – betrachtet die fußballerischen Aktivitäten seiner Mitspieler eher skeptisch. „Da bin ich raus. Bis ich zwölf war, habe ich gespielt. Das geht mir zu sehr auf die Knochen.“ Die Angst vor Verletzungen beschleicht auch Coach Burina. „Immer“, gesteht er, „immer“. Sein Sohn Semir verspricht aber: „In die Zweikämpfe gehe ich sehr vorsichtig rein, damit nichts passiert. Aber Fußball und Tennis ergänzen sich auch ganz gut“, findet er. Vor allem in Sachen Kondition, bestätigt auch sein Coach und Vater.

Die Konzentration gilt ab sofort aber wieder der gelben Filzkugel. Die Rotenburger wollen sich erneut zum Klassenerhalt beißen, wissen aber noch gar nicht recht die Gegner einzuschätzen. „Wir haben eine echt starke Staffel erwischt. Da haben einige aufgerüstet. Anfangs pokern aber auch noch viele“, meint Semir Burina. Während der Vorjahresvierte exakt mit denselben Spielern wie im Vorjahr antritt – an Position fünf spielt Tobias Loss – und auf den einen oder anderen Einsatz des Deutsch-Italieners Manuel Schütt hofft, hat sich unter anderem der erste Gegner verstärkt. Als Spitzenkraft verpflichteten die Barrier den Polen Jakub Piter, als Nummer sechs spielt jetzt der frühere Bremer Nordligaspieler Alexander Kissel. „Es steht noch in den Sternen, wie oft Jakub zum Einsatz kommt“, hielt sich Barriens Kapitän Florian Hartje bedeckt, ob Piter morgen dabei ist.

Ein Auftaktsieg könnte nach Meinung von Semir Burina „einen Schub für die Saison bringen“. Auch Zlatan Burina wünscht sich solch einen Start – „aber damit ist die Saison noch lange nicht entschieden“, spricht er von einer ausgeglichenen Liga, in der auch Nordliga-Absteiger TV Lilienthal mit dem Rotenburger Mauro Piras nicht unschlagbar ist. Dafür schätzt der Coach Aufsteiger Lehrter SV hoch ein.

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