Fußballerinnen vom Oberliga-Aufstieg „nicht unbedingt begeistert“

Tendenz: TuS Westerholz verzichtet

Besser so? Die Westerholzer Fußballerinnen jubeln vermutlich auch nächste Saison in der Landesliga. Foto: Freese

Westerholz - Von Matthias Freese. Als Tabellenführer der Landesliga sind die Fußballerinnen des TuS Westerholz in die Corona-Auszeit gegangen. Kommt es zum geplanten und auf dem außerordentlichen Verbandstag zu beschließenden Saisonabbruch, hätten die Blau-Weißen sportlich die Rückkehr in die Oberliga geschafft – nach elf Jahren Abstinenz. Nur: Vermutlich wird es soweit nicht kommen. Wie Manager Friedrich Rathjen verrät, haben sich viele Spielerinnen bereits gegen einen Aufstieg ausgesprochen, sodass der Verein mit Regionalliga-Vergangenheit voraussichtlich verzichten wird.

„Es gibt nur acht Spielerinnen, die Ja zur Oberliga gesagt haben. Die anderen sind nicht unbedingt begeistert“, erzählt Rathjen. Das sei das Ergebnis einer Umfrage per WhatsApp gewesen – auf dem Trainingsplatz hat sich das Team bisher noch nicht wieder gesehen. „Viele haben gesagt, es ist ihnen zu stressig. Früher haben alle vor Ort gearbeitet, heutzutage sind sie woanders am Studieren oder arbeiten in Oldenburg, sodass sie die weiten Fahrten am Wochenende nicht wollen“, verdeutlicht der Manager. Routinier Sarah Lucka-Lahde überlege zudem, sich ganz zurückzuziehen.

Ob übrigens der punktgleiche Vizemeister SG Anderlingen/Byhusen nachrücken und in die Oberliga hochgehen würde, scheint ebenfalls unwahrscheinlich zu sein. Der Rivale aus dem Nordkreis hatte bereits in den beiden vorherigen Spielzeiten trotz des Titelgewinns stets auf den Aufstieg verzichtet.

Bis zum Meldeschluss ist es noch ein wenig hin, doch Rathjen hat sich bereits damit abgefunden, dass es nächste Saison in derselben Liga weitergeht: „Davon muss man ausgehen. Es macht doch auch keinen Sinn, wenn du vor jedem Spiel betteln musst. Dann lieber da bleiben, wo man ist.“

So konzentriert er sich vielmehr darauf, einen Nachfolger für den ausscheidenden Erfolgscoach Patrik Czichos, der die Kreisliga-Herren des Rotenburger SV II übernimmt, präsentieren zu können. „Wir sind im Gespräch“, ist der langjährige Westerholzer Manager optimistisch.

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