Stammspieler setzt aus

Coach Burina muss beim TC GW Rotenburg ohne Loss planen

Sebastian Loss schlägt eine Vorhand und streckt sich, um an den Ball zu kommen.
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Sebastian Loss ist seit mehr als acht Jahren fester Bestandteil der Tennis-Herren des TC Grün-Weiß Rotenburg. Er schaffte 2019 den Aufstieg in die Nordliga mit seinem Team.

Sebastian Loss setzt beim TC Grün-Weiß Rotenburg ein Jahr lang aus. Der Stammspieler zieht für sein Studium nach Stuttgart. Der Abgang von seinem Tennis-Nordligisten fällt dem Eigengewächs sehr schwer.

  • Sebastian Loss ist seit 2012 Stammspieler beim TC GW Rotenburg.
  • Der 23-Jährige setzt beim Tennis-Nordligisten nun ein Jahr aus.
  • Coach Zlatan Burina braucht einen Ersatz.

Rotenburg - Noch sind die Sachen nicht gepackt. Bald geht es dann aber in den Süden Deutschlands. Im Laufe des Februars wird Sebastian für ein Praxissemester nach Stuttgart ziehen. Im Anschluss daran will er auch seine Bachelorarbeit dort schreiben. Ein Jahr lang muss der TC Grün-Weiß Rotenburg also aller Voraussicht nach auf einen seiner langjährigsten Akteure in der Tennis-Nordliga verzichten.

Es ist das erste mal, dass Loss so lange nicht mit seinem Team spielen kann. Der Stammspieler verpasst die aktuell noch nicht gestartete Wintersaison, die Sommerspielzeit und die Winterrunde Ende des Jahres. Kurios: Der 23-Jährige hat seine Mannschaft in den vergangenen Jahren mit vielen Siegen immer weiter nach oben gebracht. In der Nordliga, in der Rotenburg seit dem vergangenen Sommer spielt, wird Loss aber vielleicht keinen Einsatz für die Wümme-Crew absolvieren. Im vergangenen August setzte Loss eine Knieverletzung außer Gefecht. „Ja, auf jeden Fall ist das schade. Wir haben uns als Team zusammen bis in die Nordliga gespielt. So hoch haben wir noch nie gespielt. Und nun das Ganze nicht miterleben zu können, ist schon hart“, gibt der Rechtshänder ehrlich zu.

Zlatan Burina (l.) begleitet seinen Schützling Loss seit dessen sechsten Lebensjahr.

Loss begann mit sechs Jahren bei Coach Burina

Überhaupt geht Loss mit gemischten Gefühlen. Immerhin kennt er quasi jeden Zentimeter der Anlage am Nobelsteder Weg auswendig. Als kleines Kind begann er bei Zlatan Burina mit dem Training. Seitdem ist der Schützling seinem Coach treu geblieben. Mit seinem Teamkollegen Vincent Wuttke duellierte sich Loss bereits in der U 8. „Seit meinem sechsten Lebensjahr bin ich bei Zlatan als Schützling zu Hause. Ich habe fast jeden Tag dort mehrere Stunden trainiert. Und das ist nun das erste Mal, dass ich für eine längere Zeit nicht dort sein werde. Das ist schon sehr emotional für mich.“ Auch Coach Burina erklärt: „Mir tut es natürlich weh, weil er ein sehr guter Spieler geworden ist und ich ihn schon so lange kenne.“

„Ich hoffe sehr, dass er dann zurück ist. Ich habe zu ihm gesagt, er soll bei uns auch noch Herren 40 spielen.“

Zlatan Burina über die einjährige Auszeit von Sebastian Loss.

Dabei spielt der Auto-Fan Loss nicht nur lange in der Kreisstadt, sondern auch sehr erfolgreich. In seiner Altersklasse war er stets herausragend in der Umgebung. So debütierte der Sottrumer bereits mit 15 Jahren in der 1. Herren in der Oberliga. Seit mehr als acht Jahren ist der Fahrzeugtechnik-Student ein Leistungsträger. Loss ist Bestandteil der besten Phase des Vereins inklusive der Ankunft in der vierthöchsten deutschen Spielklasse.

Aufgrund der starken Verbindung zu seiner Mannschaft überlegt der Abgang deshalb, ob es eine Hintertür gibt. „Ich denke natürlich darüber nach, vielleicht ein oder zwei Spiele machen zu können.“ Das würde sein Coach sehr begrüßen. „Stuttgart ist nicht so weit weg. Ich hoffe, dass er mal kommt.“

Bereits mit 15 Jahren debütierte Loss 2012 bei der 1. Herren in der Oberliga.

Trotzdem muss Burina nun ohne seinen Schüler planen. Dabei ist auch fraglich, wie schnell mit Lars Rademacher ein weiterer Stammspieler wieder fit ist. Er laboriert bereits seit dem vergangenen Sommer an Handproblemen. Sie werden trotz langer Pausen nicht besser. Immerhin stet der Trainer mit seinen bosnischen Landsleuten Danijal Muminovic und Aziz Kijametovic in Kontakt. Einer der beiden soll Rotenburg im Sommer verstärken.

Und in einem Jahr soll Loss dann auch wieder mitwirken. „Ich hoffe sehr, dass er dann zurück ist. Ich habe zu ihm gesagt, er soll bei uns auch noch Herren 40 spielen“, sagt Burina lachend. Loss nimmt seine Tennisausrüstung auf jeden Fall mit nach Stuttgart. „Ich werde natürlich versuchen, Trainingspartner zu suchen. Ich kann nicht ohne diesen Sport. Es wird dort mit Sicherheit einige Möglichkeiten geben, im Schlag zu bleiben.“ Sollte er keinen Trainingskollegen finden, hat Loss noch einen Edel-Joker parat. „Sonst werde ich meinen Bruder Tobias, der mittlerweile auch in Stuttgart lebt, reanimieren und mit ihm trainieren“, sagt der Sottrumer. Als Kinder trainierten die Brüder immerhin auch viele Stunden gemeinsam bei Trainer Burina am Nobelsteder Weg in Rotenburg.

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