„War nicht so schwer“

Rotenburg feiert in der Oberliga 9:0 ohne Satzverlust gegen TV Süd Bremen

Gut gezielt: Sebastian Loss (hier beim Aufschlag) hatte in seinem Einzel keine Mühe und siegte mit 6:1, 6:2. - Fotos: Freese

Rotenburg - Von Matthias Freese. Zlatan Burina war fast mehr als Sprengmeister mit dem Schlauch denn als Trainer gefordert. Die Plätze auf der Tennisanlage des TC Grün-Weiß Rotenburg lechzten nach Wasser, seine Oberliga-Spieler im zweiten Saisonspiel nach einem klaren Sieg. Und den gab es im Eilverfahren, denn der TV Süd Bremen bereitete den Akteuren von der Wümme keine Probleme – 9:0, ohne Satzverlust!

„Wenn du in der Liga bleiben willst, sind das die entscheidenden Spiele“, betonte Zlatan Burina noch während die Einzel liefen: „Gegen Havelse darfst du verlieren, gegen Lilienthal auch. Aber hier nicht. Da reicht es auch nicht, 6:3 zu gewinnen.“ Seine Jungs hatten verstanden.

Einzig Tarik Burina machte sich das Leben im Spitzeneinzel gegen Christian Braun selbst schwer. Im ersten Durchgang musste er in den Tie-Break und gewann diesen trotz Rückstand noch. „Tarik macht immer nur das Minimum, manchmal noch weniger als das, was er muss. Aber am Ende gewinnt er“, hatte sein Coach und Vater schon eine Vorahnung.

Tarik Burina brachte sich im Spitzeneinzel kurzzeitig selbst aus dem Rhythmus, vermied jedoch einen Satzverlust.

Gegner Braun profitierte denn auch von seinen guten Aufschlägen und den Nachlässigkeiten des Rotenburgers, dessen Nerven zudem im zweiten Satz blank lagen. Bei 2:1-Führung und Aufschlag von Burina gab Braun einen umstrittenen Ball aus. Daraufhin forderte Burina Oberschiedsrichter Manfred Kiesche an. „Ich gebe ihn aus“, teilte dieser nach kurzer Begutachtung mit. „Der Ball ist in einen Schuhabdruck reingegangen.“ Eine Entscheidung, die Tarik Burina nicht nachvollziehen mochte. Sein Frust entlud sich nun auf dem Platz, in dem er bei den Ballwechseln wild draufprügelte, als Konsequenz zwei Spiele abgab und 2:3 hinten lag. Doch Rotenburgs Nummer eins fing sich wieder und bog den Satz zurück – 6:4.

In den anderen Matches ging es deutlich ruhiger und entspannter zu. In der ersten Runde gewannen Sebastian Loss, Philipp Barautzki und Calvin Endom fast parallel ihren ersten Durchgang jeweils mit 6:1. Innerhalb von 30 Sekunden beendeten dann Barautzki an Position vier gegen Leon Dally (6:1, 6:0) sowie Loss an Position zwei gegen Dennis Haack (6:1, 6:2) ihre Partien. Da waren noch keine 45 Minuten gespielt. Kurz darauf nutzte auch Endom im Duell der Sechser gegen Niko Vasic seinen ersten Matchball – 6:1, 6:2.

Youngster unter sich: Calvin Endom (r.) und Emir Burina blieben im Einzel und auch im gemeinsamen Doppel ungeschlagen.

Den klarsten Sieg feierte anschließend Lars Rademacher, der auch noch Bereitschaftsdienst hatte – sowie tags darauf für den FC Alfstedt/Ebersdorf in der Fußball-Kreisliga auf dem Platz stehen musste. Die Nummer fünf der Rotenburger fertigte Linus Bringmann mit 6:0, 6:0 ab und bemerkte: „Das war nicht so schwer. Für den Anfang der Saison ist das ganz gut, so kann man ein bisschen reinkommen. Aber da kommen noch wieder andere Gegner.“ Auch der als Nummer drei aufgebotene Emir Burina feierte einen 6:3, 6:1-Sieg gegen Niklas Klinz, seinen ersten in dieser Saison.

In den Doppeln blieben die Bremer ebenfalls chancenlos. Tarik Burina und Barautzki bezwangen Haack/Klinz mit 6:1, 6:1, Loss und Rademacher setzten sich mit 6:4, 6:1 gegen Braun/Vasic durch, während die Youngster-Paarung mit Emir Burina und Endom keine Mühe mit Dally/Bringmann hatte – 6:3, 6:2.

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