„Der Tabellenzweite sollte auch direkt aufsteigen“

Bartelsdorfs Coach Ralf Brockmann über die Relegation, den Gegner und das Potenzial

+
Ralf Brockmann peilt mit seinem Heimatverein den zweiten Aufstieg in Folge an. 

Bartelsdorf - Von Vincent Wuttke. Seitdem Ralf Brockmann vor fast zwei Jahren beim Bartelsdorfer SV als Trainer eingestiegen ist, geht es bei dem Fußball-Verein voran. Der Tabellenzweite der abgelaufenen Saison in der 2. Kreisklasse Süd kann am Sonnabend (16 Uhr in Anderlingen) in der Relegation gegen den Vizemeister der Nordstaffel, TuS Nieder-Ochtenhausen, den zweiten Aufstieg in Folge schaffen. Für Brockmann ist die Tätigkeit in Bartelsdorf ein besonderes Anliegen. Immerhin wohnt er nur wenige Meter vom Sportplatz entfernt.

Herr Brockmann, die beiden letzten Entscheidungsspiele als Trainer haben Sie mit dem TV Sottrum jeweils im Finale des Kreispokals den kürzeren gezogen. Wie ist nun ihr Gefühl?

Ralf Brockmann: Um mein Gefühl geht es eher nicht. Vielmehr gehe ich realistisch an die Sache heran und hoffe natürlich ganz stark, dass wir es schaffen. Außerdem ist ja drei Mal Bremer Recht. Ich wäre also dran.

Ihre Elf ist souverän Zweiter geworden, muss nun aber in die Relegation. Was halten Sie von dieser Regelung?

Brockmann: Die Entscheidungsspiele muss man aus zwei Sichtweisen sehen. Wenn es wie bei uns um den Aufstieg geht, ist es sicherlich etwas schöner als in einer Abstiegsrelegation. Ich bin aber der Meinung, dass der Zweite auch direkt aufsteigen sollte. Der Vizemeister hat sicher auch gut gearbeitet, aber für uns zählt nun alles nicht mehr, was in der Saison war. Durch eine neue Regelung würden sich die Ligen auch mal stärker verändern.

Der zweite Aufstieg in Folge ist möglich. Haben Sie damit gerechnet?

Brockmann: Ehrlich gesagt war es gar nicht so früh geplant. Wir wollten uns in der ersten Saison in der 2. Kreisklasse oben einfinden und in der nächsten Spielzeit dann angreifen. Aber so ist es natürlich auch gut.

Weshalb ist die Mannschaft so erfolgreich?

Brockmann: Wir haben vor der vergangenen Saison sehr viele Spieler aus der Jugend dazubekommen. Das hilft uns. Außerdem ist der Zusammenhalt eine wichtige Basis.

Würden Sie sich Sorgen machen, dass Ihr Team in der 1. Kreisklasse nur Punktelieferant wäre?

Brockmann: Mir ist da überhaupt nicht Bange. Kanonenfutter wären wir sicherlich nicht.

Wohin reicht das Potenzial der Mannschaft?

Brockmann: Potenzial ist für mich das schlimmste Wort im Fußball (lacht). Bei einem Spieler, der den Ball gut jonglieren kann, sagt man zum Beispiel schnell, der hat riesiges technisches Potenzial. Das heißt aber gar nichts.

Am Samstag geht es nun gegen Nieder-Ochtenhausen. Gibt es einen Favoriten?

Brockmann: Ich kann die nur sehr schwer einschätzen. Und die uns wohl auch. Ich habe mich aber früh mit der Situation befasst und mir den Gegner bei zwei Ligaspielen angeschaut.

Wie geht es denn beim Bartelsdorfer SV in der kommenden Spielzeit weiter?

Brockmann: Die Jungs bleiben bisher alle zusammen. Ich weiß natürlich nicht, ob noch jemand ein unmoralisches Angebot bekommt.

Und Sie bleiben Ihrem Heimatverein treu?

Brockmann: So sieht es aus.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Coronavirus: Italienische Regierung will Städte abriegeln

Coronavirus: Italienische Regierung will Städte abriegeln

Fury wieder Box-Weltmeister - K.o.-Sieg gegen Wilder

Fury wieder Box-Weltmeister - K.o.-Sieg gegen Wilder

Leipzig und BVB bleiben an Bayern dran

Leipzig und BVB bleiben an Bayern dran

Fotostrecke: Werder verliert gegen den BVB

Fotostrecke: Werder verliert gegen den BVB

Meistgelesene Artikel

Griffitts erneut im Dreier-Rausch

Griffitts erneut im Dreier-Rausch

Burina lässt Asse sprechen

Burina lässt Asse sprechen

16:30 – TuS Rotenburg geht in Achim unter / Erstes Feldtor nach 21 Minuten

16:30 – TuS Rotenburg geht in Achim unter / Erstes Feldtor nach 21 Minuten

Niestädt will zurück auf den Platz

Niestädt will zurück auf den Platz

Kommentare