Zwei Aufstiege in den vergangenen sieben Jahren

SV Taaken: Die Fahrstuhlmannschaft will unbedingt hoch

Malte Wedemeyer (l.) ist seit Jahren einer der Leistungsträger des SV Taaken. In dieser Saison ist er aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurückgerutscht und läuft kaum mal hinterher. - Foto: Woelki
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Malte Wedemeyer (l.) ist seit Jahren einer der Leistungsträger des SV Taaken. In dieser Saison ist er aus dem Mittelfeld in die Abwehr zurückgerutscht und läuft kaum mal hinterher.

Taaken - Von Vincent Wuttke. Rolf Wedemeyer kann seinen SV Taaken ganz einfach beschreiben. „Wir sind die Fahrstuhlmannschaft“, erklärt der erste Vorsitzende und Betreuer lachend. Kein Wunder, dass er so denkt. Immerhin kann sich Taaken seit der Saison 2011/2012 einfach nicht zwischen der 2. und 3. Fußball-Kreisklasse entscheiden. Stattdessen schwankt das Team zwischen den beiden Ligen hin und her.

Zwei Aufstiege gab es in den vergangenen sieben Jahren zu feiern, aber auch zwei Abstiege zu betrauern. So hingen auch im vergangenen Sommer die Köpfe nach unten und es ging zurück in die 3. Kreisklasse. Deshalb soll der Aufzug ausgerechnet jetzt auch nicht zum Stehen kommen und wieder eine Etage nach oben fahren. „Es zeichnet sich ein System bei uns ab. Das wollen wir jetzt auf jeden Fall durchziehen“, scherzt Trainer Alexander Hartwig. Er ist in seiner zweiten Saison verantwortlich und kennt das Taakener Dilemma nun auch schon bestens. Nach dem Abstieg könnte nun der direkte Gang nach oben folgen.

Momentan sieht es gut für Taaken aus. Nach 13 Spielen steht der Absteiger an der Tabellenspitze. Elf Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage stehen zu Buche. Trotzdem ist noch lange nicht sicher, dass Taaken in der kommenden Saison eine Klasse höher aufläuft. Denn der FC Walsede II – gemeinsam mit Taaken im vergangenen Jahr abgestiegen – hat bei einer ausgetragenen Partie weniger drei Punkte Rückstand und das deutlich bessere Torverhältnis. Auch das Hinspiel gewann Walsede mit 1:0. Hinzu kommt, dass nur der Meister aufsteigt.

Deshalb ist im Kalender auch schon der 22. April dick markiert. Dann steht das Rückspiel gegen den direkten Konkurrenten an. „Das wird wohl die Entscheidung bringen“, vermutet Coach Hartwig: „Die beiden Teams an der Spitze setzten sich dann doch ein Stück von der Qualität ab.“

Der Trainer schnürt übrigens immer wieder selbst seine Schuhe. Zwölf Mal stand der 42-Jährige schon auf dem Rasen in dieser Saison. Hartwig musste seine Mannschaft im vergangenen Sommer kaum umstellen und kann sich auf seine Stützen verlassen.

Kapitän alte Wedemeyer organisiert die Abwehr. Außerdem helfen dem Tabellenführer die syrischen Flüchtlinge Mohamed Dahoud und Hassan Dahoud in ihrer zweiten Spielzeit sehr weiter. Mohammed Dahoud ist mit seinen 15 Treffern bester Torschütze des Teams und einer der besten der Liga. „Er ist sehr wuselig“, lobt Rolf Wedemeyer. Seit dem Winter ist der zugezogene Mazedonier Vasile Guzun eine offensive Waffe. In bisher drei Spielen netzte er zwei Mal ein.

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