Visselhövede kassiert 2:3-Niederlage gegen Wallhöfen / „Hatten uns so viel vorgenommen“

Szymanski zeigt den Vogel und fliegt

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In dieser Szene klärt „Vissels“ Michael Lohmann (Mitte) den Ball vor Wallhöfens Alexander Kück. Am Ende hatten die Heidestädter jedoch mit 2:3 das Nachsehen. 

Visselhövede Mareike Ludwig. Mit gesenktem Kopf schlich Mariusz Szymanski hinter der Bande entlang. „Ich habe doch gar nichts gemacht“, beteuerte der Angreifer des Fußball-Bezirksligisten VfL Visselhövede, der kurz vor Schluss wegen einer Schiedsrichterbeleidigung mit Rot vom Platz geflogen war.

Und so musste der gebürtige Pole von der Tribüne aus verfolgen, wie seine Jungs das Heimspiel gegen den TSV Wallhöfen unglücklich mit 2:3 (1:1) verloren.

„Der Visselhöveder Spieler hat mir nach einer Diskussion den Vogel gezeigt“, erklärte Assistent René Sommer (KSV Krelingen), woraufhin der Unparteiische Nils Brasch (SV Schwarmstedt) den roten Karton zückte (90.). Der Platzverweis hatte für die Heidestädter jedoch keine direkten Auswirkungen mehr, schließlich war kurz darauf Schluss. „Mariusz muss sich in so einer Situation aber besser im Griff haben. Sein Ausfall wiegt für uns schwer“, meinte Visselhövedes Coach Peter Norden.

Doch nicht nur über den Platzverweis ärgerte sich der Trainer, auch die Niederlage schmeckte ihm nicht. „Wir hatten uns vorher so viel vorgenommen und haben auch bis zum Strafraum gut gespielt. Durch dumme Fehler haben wir dann immer unnötig die Gegentreffer kassiert“, schimpfte Norden.

Er hatte mit seiner Aussage Recht, denn mit dem ersten richtigen Torschuss kamen die Gäste durch Tobias Prigge zum 1:0 (34.). Die Visselhöveder Abwehr hatte in dieser Situation völlig gepennt. Davon ließ sich „Vissel“ aber nicht entmutigen und kam noch vor dem Seitenwechsel durch Kapitän Thomas Heidler per Handelfmeter – Wallhöfens Daniel Rhodin hatte den Ball zuvor nur mit dem Unterarm klären können – zum verdienten 1:1 (44.).

In der Halbzeitpause verpasste Norden seinen Jungs eine ordentliche Kopfwäsche. Diese schien gewirkt zu haben, nach dem Wechsel präsentierten sich die Platzherren viel präsenter und gingen schnell durch Christopher Lorke – nach super Vorarbeit von Szymanski – mit 2:1 in Führung (54.). Kurz darauf hätten Szymanski (57.) und Claas Bargfrede sogar erhöhen können (59.).

Auf der anderen Seite machten es die Gäste besser. Nach einem Freistoß von Sergei Baitler köpfte Rhodin freistehend ein – 2:2 (65.). Nur eine Minute später war es erneut eine Standardsituation, die Wallhöfen zum 3:2 nutzte: Dieses Mal war Steffen Kaluza nach einer Ecke von Alexander Kück zur Stelle. „Durch zwei unnötige Dinger in so kurzer Zeit waren die Jungs natürlich erstmal verunsichert, und die Köpfe hingen nach unten. Ärgerlich, dass wir uns davon nicht mehr erholt haben, denn ein Unentschieden wäre auf jeden Fall gerecht gewesen“, fand Norden.

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