ANPFIFF - Bezirksliga

TV Sottrum: Spitzenreiter der Abbruch-Saison setzt sich nicht unter Druck

V.l.: Luca Christl, Jannik Rosebrock, Joshua Hüsing und Leon Krause sitzen auf der Bank.
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Früher oder später wollen sie keine „Bankdrücker“ mehr sein – Sottrums Zugänge (v.l.) Luca Christl, Jannik Rosebrock, Joshua Hüsing und Leon Krause.

Ein Abgang und vier junge Neuzugänge, die alle heiß darauf sind, sich in die Startelf zu spielen. Trainer Dariusz Sztorc sieht dafür durchaus Chancen.

Sottrum – Nach zwei abgebrochenen Spielzeiten gehen die Fußballer des TV Sottrum nun in ihre dritte Bezirksliga-Saison am Stück. Mit einer ähnlich souveränen Leistung wie im vergangenen Jahr, als das Team in seiner Staffel nach sieben Spielen mit 16 Punkten auf Platz eins stand und das Ticket für die Aufstiegsrunde fast schon sicher hatte, wäre ein Sprung in die Landesliga durchaus möglich. So genau will sich der ehrgeizige Trainer Dariusz Sztorc aber nicht ausdrücken: „Wir haben uns keine genaue Platzierung vorgenommen. Letztlich wollen wir unsere Leistung bestätigen“, sagt er nur.

Dafür steht dem Coach trotz monatelanger Pause nahezu dieselbe Mannschaft zur Verfügung. Nur Timo Löber hat ihm aus beruflichen Gründen abgesagt. Dafür kehrt mit Joshua Hüsing ein Bekannter zurück zum Bezirksligisten. Der Außenverteidiger war zuletzt für Kreisligist FSV Hesedorf/Nartum gemeldet. „Joshua ist im Vergleich zu unseren drei anderen Neuzugängen aufgrund seiner Erfahrung natürlich ein anderes Kaliber“, meint Sztorc. Dennoch müsse auch Hüsing sich gegen die Etablierten durchsetzen. Ihm traut der Trainer aber zu, nach diversen Problemen an seine Leistungen anzuknüpfen. Auch der 23-jährige Linksverteidiger selbst glaubt daran: „Ich bin zwar länger raus als alle anderen. Aber ich habe den Anspruch an mich selbst, mich auf meiner Position durchzusetzen.“

Langfristig plant auch Luca Christl, fester Bestandteil der ersten Elf zu werden. Der Offensivspieler, der sowohl im Sturm als auch auf den Außen auflaufen kann, kommt aus der eigenen Jugend in den Sottrumer Herrenkader. Dort „will ich erst mal reinkommen, gut trainieren und dann möglichst viel spielen“, sagt der 18-Jährige. Seinen Stand schätzt er realistisch ein – ein „Bankdrücker“ will er aber schon bald nicht mehr sein. Von Christl und seinen zwei anderen aus der A-Jugend kommenden Talenten erwartet Sztorc einiges: „Der eine oder andere wird sicherlich mehr als nur eine Jokerrolle einnehmen. Das traue ich ihnen schon zu. Sonst wären sie nicht hier.“

Stenogramm

TV Sottrum

Weggang: Timo Löber (pausiert).

Zugänge: Joshua Hüsing (FSV Hesedorf/Nartum), Jannik Rosebrock, Luca Christl (beide eigene U 18), Leon Krause (Rotenburger SV U 18).

Kader: Tor: Tobias Engel, Marcel Wachsmann, Lenn-Mika Reiter - Abwehr: Eike Buckenberger, Dominik Reuter, Andreas Kiel, Brian-Yendrick Sztorc, Lennart Holzkamm, Denis Neufeld, Joshua Hüsing, Jannik Rosebrock - Mittelfeld: Finn Herwig, Steffen Mech, Marvin Meyer, Helge Osmers, Louis Jaugstetter, Waldemar Ott, Leon Krause, Patrick Brilowski, Tobias Dyck - Angriff: Matthias Michaelis, Sinan Reiter, Luca Christl, Andrej Edel, Nicolas Fröhlich, Leif Heinsohn.

Trainer: Dariusz Sztorc.

Co-Trainer und Torwarttrainer: Leif Heinsohn.

Betreuer: Helmut Lange.

Saisonziel: Die gute Leistung der vergangenen Saison bestätigen, die Mannschaft verjüngen und weiter entwickeln.

Favoriten: Keine Angaben.

Konkret meint er damit vor allem Leon Krause und Jannik Rosebrock. „Sie sind bereit, sich im Herrenbereich zu etablieren“, weiß ihr Trainer. Da schließt sich auch Rosebrock selbst an: „Natürlich ist es erst einmal schwierig anzukommen. Aber ich will von den Älteren lernen.“ Wo genau, weiß der Innenverteidiger bereits: „Ich muss mich im Defensiven noch verbessern. Das ist schon noch mal ein anderes Level als im Jugendbereich.“

Aus dem kommt auch Neuzugang Nummer vier – Leon Krause, der die vergangene Saison in der U 18 des Rotenburger SV verbracht hatte. Bei den Herren will er nicht nur Erfahrungen sammeln, sondern Akzente setzen. Der Sottrumer ist Linksfuß und damit gleichzeitig nur einer von zweien. Daher erhofft er sich gegenüber seinen Mitspielern einen Vorteil auf der linken Außenbahn. Mit seinen gerade einmal 18 Jahren hat er außerdem auch mit seinem Team große Ziele für diese Saison: „Ich will auf jeden Fall oben mitspielen.“

Dem widerspricht sein Trainer nicht. Sztorc drückt es als früherer Abwehrcrack lediglich etwas defensiver aus: „In der Liga kann alles passieren.“ Heißt: Platz eins ist also drin. „Jede Mannschaft hat so ihre Probleme nach der Zeit“, ergänzt er. Ein Blick zum Ligakonkurrenten TSV Bassen zeigt dies beispielhaft. Dort kündigte Trainer Uwe Bischoff drei Wochen vor Saisonbeginn seinen Vertrag, nachdem er ihn erst im Januar verlängert hatte. Zwar fand der Club in dem ehemaligen Kapitän Dennis Wiedekamp einen Nachfolger, eine Umstellung wird es sicherlich dennoch. Und die braucht Zeit. Solche Turbulenzen gibt es in Sottrum nicht. Das Team ist eingespielt und besitzt mit Sinan Reiter, Matthias Michaelis oder Finn Herwig extrem torgefährliche Offensivspieler. Da könnte durchaus wieder etwas gehen.

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