TV Sottrum vergibt den Sieg

Sztorc hat trotz 0:0 „noch Hunger“

Simon Pals (r.) läuft hinter Joshua Hüsing, der den Ball führt, und hebt die Arme hoch.
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Hände hoch: Hier zieht Bassens Simon Pals (r.) gegen Sottrums Joshua Hüsing noch zurück – Marvin Meyer (l.) beobachtet das Geschehen. Später sah der Stürmer der Gäste dann aber noch die Geld-Rote Karte.

Es war ein ereignisloses Spiel zwischen dem TV Sottrum und dem TSV Bassen, das folgerichtig 0:0 endete. Nur einen Aufreger gab es kurz vor Schluss.

Sottrum – Kurz vor Schluss hätte sich der eingewechselte Lasse Borkowski noch mit einem Tor belohnen können, als er nach einem langen Ball von Teamkollege Sinan Reiter allein auf Julian Paul, den Keeper des TSV Bassen, zulief. Doch anstatt „rechts am Torwart vorbeizugehen und dann mit dem Ball ins Tor zu laufen“, so beschrieb Dariusz Sztorc, Trainer der Bezirksliga-Fußballer des TV Sottrum, die wohl bessere Variante, schoss der linke Mittelfeldspieler links knapp vorbei. Da auch zuvor auf beiden Seiten kein Team seine Chance genutzt hatte, ging das Nachbarschaftsduell 0:0 aus.

Mit einem Sieg hätte Bassen bis auf drei Punkte an den letzten Aufstiegsrundenplatz, den die Sottrumer weiterhin belegen, heranrücken können. „So sind sie schon relativ weit weg“, wusste auch Gäste-Coach Dennis Wiedekamp. Sechs Zähler trennen beide Teams auch nach der Partie, zudem haben die Gastgeber noch ein Spiel weniger auf dem Konto – könnten also bis auf neun davonziehen. Dass Bassen nicht ganz ohne Ausbeute wieder nach Hause fuhr, war für Wiedekamp von großer Bedeutung. Denn: „Der Punkt kann noch mal wichtig werden, wenn Achim Sottrum noch überholt. Dann nehmen wir den nämlich mit in die Abstiegsrunde.“ Der 1. FC Rot-Weiß Achim liegt nur drei Punkte hinter den Mannen von der Wieste, hätten bei einem Erfolg beim Tabellendritten MTV Riede, die das Spiel 5:3 gewannen, sogar gleichziehen können.

Zwei gegen einen: Sottrums Max Mosig (Mitte) und Eike Buckenberger versuchen gemeinsam, Bassens Aleksandar Nesic den Ball wegzunehmen.

Gerade im ersten Durchgang waren beide Teams auf Augenhöhe und haben „mit offenem Visier gespielt“, meinte Wiedekamp. Das sah auch sein Pendant ähnlich. Dies änderte sich in der zweiten Hälfte, als Sottrum gerade in der Schlussoffensive immer wieder zu Chancen kam. Zum Torerfolg reichte es jedoch weder bei Borkowski (88.) noch bei Reiter (71.) oder Dominik Reuter (84.). „Da hat mir was gefehlt. Es war so, als wenn du was gegessen hast, aber trotzdem immer noch Hunger hast“, meinte Sztorc und fügte dann auch die Dinge an, die ihm als Zutat fehlten: „Der letzte Schritt und die Galligkeit.“ Auch Bassens Trainer bemerkte: „Mit Glück kann einer am Ende als Sieger vom Platz gehen.“

Auch sein Team hätte das sein können. Allerdings fanden seine Spieler vor allem in der ersten Hälfte stets ihren Meister in Sottrums Keeper Tobias Engel. Erst versuchte es Simon Pals, der in der 85. Minute nach einer Unsportlichkeit mit Gelb-Rot vom Platz flog, per Kopf (15.), später scheiterte auch Jonah Schnakenberg (37.). „Er hat es sehr gut gemacht. Einfach ein überragender Keeper. Ich bin froh, dass er bei uns im Tor steht“, adelte Sztorc seinen Hintermann, der eine „absolute Ruhe ausstrahlte, obwohl er kaum Torwarttraining macht“. Aber auch Bassens Schlussmann Julian Paul lobte Sottrums Coach. Beide seien ein großer Grund dafür gewesen, dass es am Ende einer hart umkämpften Partie nur 0:0 stand.

„Man hat gemerkt, dass einige an ihre körperlichen Grenzen gekommen sind“, berichtete Sztorc, der deshalb beide Innenverteidiger, Jannik Rosebrock und den erneut dort aufgebotenen Eike Buckenberger, zum Schluss noch auswechselte.

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