Svenja Brunckhorst über Wasserburg und die Nationalmannschaft

„Das Maß aller Dinge“

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Svenja Brunckhorst

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. ScheesselKreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. Emma Cannon, Anne Breitreiner, Sheylani Marie Peddy, Claudia Calvelo Ameijeiras oder aber Tiina Sten – nirgendwo sind die Namen klangvoller, nirgendwo ist die Konkurrenz größer als beim amtierenden Deutschen Basketball-Meister TSV Wasserburg. Svenja Brunckhorst hat sich trotzdem durchgesetzt. Mehr noch: Zum Saisonauftakt hatte die gebürtige Scheeßelerin sogar die meisten Spielanteile. Vor der Rückkehr in ihre alte Heimat sprachen wir mit der 22-jährigen Aufbauspielerin, die schon vier Mal den Titel geholt hat.

Mal ehrlich, haben Sie die Hurricanes im letzten Jahr in der ersten Liga vermisst?

Svenja Brunckhorst: Natürlich! Ich freue mich schon sehr, nach Hause zu kommen. Die ganze Familie wird dann auch da sein.

Bleibt denn Zeit zum Treffen mit alten Freunden?

Brunckhorst: Nein, leider nicht. Wir fliegen erst am Sonntag, kommen knapp vor dem Spiel an und müssen um 20 Uhr auch schon wieder zurück.

In der Bundesliga ist Ihr Team der absolute Überflieger …

Brunckhorst: Aber unser großes Ziel ist es, im Eurocup diese Saison weiterzukommen, nachdem es die letzten beiden Jahre nicht geklappt hat. Da liegt unser Hauptaugenmerk drauf, aber natürlich wollen wir die Liga nicht vernachlässigen.

Bis auf eine einjährige Zeit beim USC Freiburg haben Sie stets für Wasserburg gespielt. Das Beste, was Ihnen passieren konnte?

Brunckhorst: Ja, bei Wasserburg kann ich international spielen – das bietet sonst kein deutscher Verein. Wasserburg ist das Maß aller Dinge.

Haben Sie denn nie über einen Wechsel ins Ausland nachgedacht?

Brunckhorst: Doch. Noch stecke ich aber im Studium. Außerdem muss ich mich auch noch weiter verbessern. Aber ich würde gerne nochmal ins Ausland gehen.

Und wie sieht es mit Ihrem Engagement in der Nationalmannschaft aus?

Brunckhorst: Ich habe dort die letzten zwei Jahre gespielt – der Sommer war aber ja nicht so erfolgreich.

Aus in der EM-Qualifikation – was läuft da schief?

Brunckhorst: Ich denke, da muss die ganze Struktur geändert werden. Es bedarf einer längeren Vorbereitung, vielleicht eines besseren Systems. Wir hatten zwar eine unglückliche Situation mit vielen Ausfällen, aber es muss vom Deutschen Basketball-Bund ein konsequentes Programm ausgeklügelt werden. Da muss man vielleicht mal einen Bundesliga-Spieltag als Zeit für die Nationalmannschaft nehmen. Frauen-Basketball ist noch eine Randsportart. Aber Ziel von Deutschland muss es sein, bei der nächsten EM dabei zu sein.

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