Sven Beyer hält Bothels Abwehr zusammen / Stärken? „Laufen sicher nicht“

Der „alte Mann“ will mehr

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Sven Beyer im Kreise seiner Mannschaftskollegen nach dem Sieg gegen den TV Sottrum: Nicht nur auf dem Platz, sondern auch beim anschließenden Jubel gibt der 28-Jährige alles – Alter hin oder her.

Bothel - Von Lars Kattner. Seine Stärken kennt Sven Beyer ganz genau. „Und Laufen gehört sicherlich nicht unbedingt dazu“, sagt der Verteidiger des designierten Kreisliga-Meisters TuS Bothel. Aber weil einen guten Fußballer eben weit mehr auszeichnet als die reine Schnelligkeit, ist der Abwehr-Hüne als Fels in der Brandung aus der Botheler Abwehrreihe nicht wegzudenken – wie er beim 3:0-Sieg gegen den TV Sottrum eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Über 90 Minuten dirigierte Beyer im Spitzenspiel seine Nebenleute, fuchtelte mit den Armen herum und erteilte lautstark Anweisungen. Dazu überzeugte er mit seinem guten Stellungsspiel und einer offensiven wie defensiven Kopfballstärke, die in der Kreisliga ihresgleichen sucht. Ob er überhaupt einen Zweikampf verloren habe? „Solange mich ein Matthias Michaelis nicht ins Laufduell zwingt, mache ich mir darüber eigentlich keine Sorgen“, sagt er mit dem Selbstbewusstsein eines Spielers, dessen Team in 24 Begegnungen bislang erst ganze 18 Gegentreffer schlucken musste.

Und im Notfall ist er sich auch nicht zu schade, den Ball einfach mal nach vorne zu dreschen. Der gelernte Feinmechaniker ist auf dem Feld also eher der Mann fürs Grobe? „Na, na, zwei bis drei Pässe habe ich aber auch zum eigenen Mann gespielt“, merkt Beyer gut gelaunt an.

Damit ihm und seinen Mannschaftskollegen die gute Laune auch in der kommenden Saison nicht vergeht, wartet viel Arbeit auf seinen TuS Bothel. „Wenn jetzt nicht alles schief läuft, werden wir ja in der Bezirksliga an den Start gehen. Und da warten ganz andere Kaliber auf uns“, weiß Beyer. Und speziell auf ihn. „Stürmer wie Michaelis oder der Westerholzer Jan Ostenfeld sind schon jetzt eine Herausforderung. Aber eine Liga höher warten jede Woche solche Kandidaten auf mich.“

Deswegen geht der Kopfball-Spezialist auch davon aus, dass sein Trainer Peter Ullrich künftig drei Mal in der Woche trainieren lassen wird.

„Jeder von uns kann sich noch verbessern“, sagt Beyer. „Sogar ich mit meinen 28 Jahren.“ Eigentlich das beste Fußballer-Alter, aber in Bothel ist außer ihm nur Keeper Christian Riesebeck noch ein Jahr älter. Doch der „alte Mann“, wie er sich selbst bezeichnet, will mehr. Er ist heiß auf die Duelle gegen Stemmens Martin Illinger und Co. „Gerade gegen die besten Stürmer lernt man immer etwas dazu.“

Sprach‘s und verschwand im Kreise seiner jubelnden Mitspieler. Und dort fielen weder sein „hohes Alter“ noch die fehlende Geschwindigkeit auf.

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