Hurricanes mit Biss zum 83:44

Anna Suckstorffs Einsatz zahlt sich gegen Osnabrück aus

Hoher Einsatz, selbst am Boden liegend: Anna Suckstorff (r.) passt den Ball noch weiter, die Osnabrückerin Malea Sprehe kommt nicht heran.
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Hoher Einsatz, selbst am Boden liegend: Anna Suckstorff (r.) passt den Ball noch weiter, die Osnabrückerin Malea Sprehe kommt nicht heran.

Der höchste Saisonsieg gelang den Basketballerinnen der Avides Hurricanes mit einem 83:44 (42:23) in der 2. Bundesliga gegen die Panthers Academy Osnabrück.

Rotenburg – Als noch knapp sechs Minuten zu spielen waren, lohnte sich ein Blick auf die Bank. Maddie Simon, Pia Mankertz, Mirja Beckmann, Andrea Baden und Anna Suckstorff saßen da – ein Quintett, das in dieser Konstellation durchaus auch als Starting Five denkbar wäre. Stattdessen schauten sich die Fünf das Geschehen in der Pestalozzihalle von außen an und klatschten Beifall, als Leonie Rosemeyer ihren Dreier zum 77:36 versenkte. Ein Beweis, welche Tiefe der Kader der Avides Hurricanes besitzt. „Das zeigt, dass die Jungen schon viel Verantwortung übernehmen können“, bemerkte auch Coach Christian Greve nach dem 83:44 (42:23)-Heimsieg in der 2. Basketball-Bundesliga gegen die Panthers Academy Osnabrück. Es war übrigens der höchste Saisonerfolg.

Einen effektiven Auftritt aus der Nahdistanz zeigte Mirja Beckmann (am Ball, hier gegen Gesa Hahn).

„Wir haben gut zusammengespielt. Es hat Spaß gemacht“, betonte Kapitänin Pia Mankertz, die – für sie ungewöhnlich – nur knapp 18 Minuten auf dem Spielfeld verbracht hatte. Dafür hatten die jungen Anna Suckstorff und Melda Tölle verstärkt ihre Chance als Guards erhalten. Insbesondere die 18-jährige Suckstorff wusste diese Zeit für sich zu nutzen und verpasste mit ihren neun Punkten nur knapp die zweistellige Ausbeute. Doch auch so war es ihr Season-High. Zudem zog sie durch ihren Drang nach vorne vier Fouls. „Sie hat immer mutiger den Weg zum Korb gesucht“, meinte Greve anerkennend.

Ohnehin galt für sein gesamtes Team: „Unsere Energie kam zum Tragen. Wir konnten Osnabrück mit der nötigen Aggressivität und viel Druck zu Fehlern zwingen, haben uns in den meisten Fällen sehr clever angestellt und viele Steals gehabt.“ Phasenweise so viele, dass die Scouting-Abteilung am Kampfrichtertisch mit dem Notieren kaum hinterherkam. Allein vier Ballgewinne holte Hannah Pakulat. So zogen die Hurricanes ein erfolgreiches Fastbreak-Spiel auf und waren dadurch längst nicht so abhängig von ihren Distanzwürfen.

Erneut beste Scorerin der Hurricanes war mit 16 Punkten Leonie Rosemeyer (r.), die sich hier auch von Lilly Rüße nicht aufhalten lässt.

„Wir hatten uns auf ein relativ hartes Spiel eingestellt. Dass es so läuft, hatten wir nicht erwartet“, blickte Pia Mankertz auf die 51:69-Niederlage im Hinspiel zurück. Doch Osnabrück musste dieses Mal die Leistungsträgerinnen Tonia Dölle und Emma Eichmeyer ersetzen und lag bereits zur Pause mit 23:42 zurück, sodass Manager Utz Bührmann sich zu dem Zeitpunkt bereits sicher war: „Das wird nicht mehr gefährlich.“ Recht sollte er behalten. Also verlebte sogar der Trainer einen entspannten Samstag. „Wir haben den Ball gut bewegt, es war schön anzuschauen von der Seite“, bestätigte Greve diese Annahme. „Wir haben das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten.“ Wie kompakt sein Team dabei auftrat, untermauert die Statistik. Mit Mirja Beckmann (12 Punkte), der erneuten Top-Scorerin Leonie Rosemeyer (16), Lotta Stach (10) und Maddie Simon (14) trafen gleich vier Hurricanes-Spielerinnen zweistellig. Suckstorff, Mankertz sowie Andrea Baden waren nur einen Punkt davon entfernt.

Statistik

Baden (9 Punkte), Suckstorff (9 Punkte), Beckmann (12 Punkte/4 Rebounds/3 Assists), Mankertz (9 Punkte/1 Dreier), von Ass, Rosemeyer (16 Punkte/2 Dreier), Tölle, Stach (10 Punkte/2 Dreier/6 Rebounds), Simon (14 Punkte/2 Dreier), Pakulat (4 Punkte/7 Rebounds/4 Steals).

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