Stürmer des TV Stemmen erzielt vier Tore

Bellmann schießt „Vissel“ ab

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Musste drei Mal hinter sich greifen und gewann dennoch: Stemmens Ersatzkeeper Frederik Narten ist vor Visselhövedes Jan-Hendrik Warncke (rechts) am Ball.

Visselhövede - Von Julian Diekmann. Die Enttäuschung war Morad Bounoua nach dem Abpfiff deutlich anzusehen. Mit leerem Blick saß der Trainer des Fußball-Bezirksligisten VfL Visselhövede in der Kabine seiner Mannschaft und ließ das Spiel noch einmal vor seinem inneren Auge Revue passieren. Kurz zuvor hatte sein Team das Derby gegen den TV Stemmen mit 3:5 (1:1) verloren.

„Wir haben mehr Fehler gemacht als Tore geschossen“, ärgerte sich Bounoua über die hohe Heimniederlage: „Mit solchen Fehlern ist man nicht bezirksligareif.“ Dabei fing die Partie aus Visselhöveder Sicht alles andere als enttäuschend an. Die Gäste bestimmten von der ersten Sekunde an das Spielgeschehen – bis zur 30. Minute, als Norman Hell Stemmens Martin Illinger im Strafraum foulte. Schiedsrichter Yannick Leinfels (FC Hagen/Uthlede) blieb keine andere Wahl, als auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Den Strafstoß verwandelte Stefan Ehrke sicher. „Vissel“ zeigte sich allerdings wenig geschockt. Mit einem Freistoß bediente Mariusz Szymanski Mitspieler Marco Jorzick, der den Ball aus kurzer Distanz aufs Tor brachte. Stemmens Schlussmann Frederik Narten konnte den Schuss nur noch mit seinem Fuß an den Innenpfosten lenken – 1:1 (44.).

Ein Traumtor in der 55. Minute brachte die Gastgeber dann das erste Mal in der Begegnung in Führung. Kai Jager nahm sich aus gut 25 Metern ein Herz und versenkte den Ball unter die Latte ins Tor. Doch dann begann die Show des Hannes Bellmann. Nach einer Ecke von Douglas Grun bekam die Visselhöveder Abwehr den Ball im Strafraum nicht geklärt. Nutznießer war Bellmann (61.). Drei Minuten später war der Stürmer erneut erfolgreich. Nach einem klassischen Konter schob er den Ball an „Vissels“ Torwart Michel Brückner zum 3:2 ein. Eine erneute Einzelaktion der Gastgeber brachte den Ausgleich. Atdhe Haliti machte es Jager gleich. Sein Fernschuss landete unhaltbar im Stemmer Tor (70.).

Ein Torwartfehler besiegelte allerdings die Niederlage der Heidestädter. Nach einem langen Abschlag von Stemmens Keeper Narten folg der Ball über Freund und Feind bis an die Grenze des Strafraums. Der herauseilende Brückner verschätzte sich, sodass Bellmann nur noch das leere Tor vor sich hatte und zur 4:3-Führung einnetzte (79.). Mit einem Traumtor in den Winkel machte Bellmann den 5:3-Auswärtserfolg dann perfekt (86.). „Wir haben Moral bewiesen und die Begegnung durch eine tolle geschlossene Mannschaftsleistung am Ende auch verdient gewonnen“, freute sich Stemmens Übungsleiter Jaime Wink.

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