Stürmer steht aus beruflichen Gründen nicht mehr im Kader / Schulwitz gibt Zusage für Bornreihe-Spiel

Heimbruch und der RSV – die Liebe liegt auf Eis

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Da war die Welt noch in Ordnung: Bei der Trikotpräsentation glaubte Tino Heimbruch, Beruf und Fußball unter einen Hut zu bekommen und gab sich kämpferisch.

Rotenburg -Von Matthias Freese. Die Beziehung begann voller Euphorie: Der Rotenburger SV erhoffte sich mit der Verpflichtung die Lösung seiner Sturmprobleme, Tino Heimbruch, amtierender Bezirksliga-Goalgetter, wollte sich in der Fußball-Landesliga beweisen. Doch jetzt liegt diese neue Liebe auf Eis.

„Fakt ist, dass er unserem Kader nicht mehr zur Verfügung steht“, sagt Trainer Jan Fitschen. „Vorerst“, schränkt der Angreifer selbst ein und nennt die Gründe: „Ich bekomme es mit meinem Beruf nicht unter einen Hut.“

Blöd für beide Seiten, dass sich diese Situation quasi erst unmittelbar vor Saisonstart abgezeichnet hat. „Ich hatte es von vornherein gesagt, dass ich nicht immer trainieren kann. Die Vorbereitung habe ich durchgezogen, aber ich habe selbst gemerkt, dass ich es zeitlich nicht mehr hinkriege. Ich will ja auch Geld verdienen“, erklärt Heimbruch, der als selbstständiger Finanzberater tätig ist.

Fitschen hält ihm zwar eine Tür offen („Wenn sich die Situation ändern sollte, ist er herzlich gerne gesehen“), betont aber auch: „So macht es für uns keinen Sinn. Schade, denn er ist ein super Typ und bringt auch Potenzial mit. Er muss aber trainieren, sonst hilft er uns nicht weiter.“

Das soll nach Möglichkeit Maximilian Schulwitz. Er hatte ursprünglich nur für zwei Spiele zugesagt, verriet jetzt aber: „Ich stehe in engem Kontakt mit Jan und habe ihm für Blau-Weiß Bornreihe meine Zusage gegeben.“ Somit ist diese Baustelle zumindest für die Heimpartie am Sonntag (15 Uhr) geschlossen. Doch was passiert danach? „Ob es länger was wird, kann ich wirklich noch nicht sagen. Aber das Spiel gegen Drochtersen hat mir schon Spaß gemacht“, meint Schulwitz, der sich beim Oberligisten TB Uphusen ja eigentlich abgemeldet hatte, um eine Pause einzulegen. Und so fügt er auch an: „Genauso genieße ich es, unter der Woche kein Training zu haben, so wie diese auch.“ Morgen will er eventuell trotzdem die Übungseinheit mitmachen.

„Ich sehe es ganz entspannt. Wenn Maxi mir das Signal gibt, dass er bei uns bleiben will, bin ich der Letzte, der interveniert. Es können alle erzählen, was sie wollen: Er hilft uns in dieser Situation weiter, ohne dass man ihn bitten muss. Und er hängt sich rein.“ Wenn‘s nichts mit Schulwitz wird, wird Fitschen aber auch nicht panisch: „Ich habe mit Patrick Brillowski und Patrick Klee ja gute Alternativen.“

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