Stürmer sagt ab / Oberligist streitet mit Hülsen: 300 Euro für Kadah – „mehr nicht“

RSV fühlt sich von Thöle „vorgeführt“

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Derzeit zum Zuschauen verurteilt: Ferhat Kadah (l.) und Atilla Iscan haben noch keine Freigabe.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. RotenburgKreis-Rotenburg - Von Matthias Freese. Selten zuvor zog sich die Verpflichtung neuer Spieler bei den Oberliga-Fußballern des Rotenburger SV so in die Länge wie diesen Sommer: Auch nach dem ersten Punktspiel (0:3 bei der SV Drochtersen/Assel) liegt für Ferhat Kadah und Atilla Iscan noch keine Freigabe vor, während ein dicker Fisch schon fest an der Angel zappelte und sich doch noch losriss – Mittelstürmer John Thöle, zuletzt beim Regionalligisten VfB Oldenburg unter Vertrag, sagte ab.

Auch Iscan wartet

weiter auf die Freigabe

Paul Metternich, der sich als Vorstandsmitglied nicht nur um Sponsoren erfolgreich bemüht, sondern auch bei der Spielerverpflichtung eingebunden ist, fühlt sich von Thöle, „ein bisschen vorgeführt“. Der Angreifer hat in seiner Spielerakte immerhin auch sechs Drittliga-Einsätze für Werder Bremen II stehen, war letzte Saison in Oldenburg aber keine Minute aufgelaufen. „Unsere Abmachung war, dass er eine Lehrstelle bekommt. Die haben wir ihm besorgt, das hat geklappt.“ Doch dann habe er mit dem RSV pokern wollen – „der hat richtig gezockt“, ärgert sich Metternich. Als der Wümme-Club jedoch nicht einstieg, sagte der 26-Jährige ab. „Wir suchen jetzt andersweitig, aber nicht um jeden Preis“, verdeutlicht auch der RSV-Vorsitzende Henri Ohlmann.

Längst zum Kader gehören Atilla Iscan und Ferhat Kadah – spielberechtigt sind sie deshalb aber noch längst nicht. Im Fall von Mittelfeldspieler Kadah sind es derzeit noch 200 Euro, die der RSV und der abgebende Kreisligist SV Vorwärts Hülsen auseinanderliegen. „Wir sind bereit, 300 Euro zu zahlen – nicht mehr“, betont Metternich und hat dem Verein aus dem Kreis Verden das auch schriftlich mitgeteilt. Der hatte laut Metternich sogar anfänglich eine vierstellige Summe gefordert. „Was da zwischen Spieler und Verein gelaufen ist, geht uns nichts an. Und wir werden einen Teufel tun und uns da reinhängen“, erklärt das RSV-Vorstandsmitglied. „Jeder hat da seine eigene Wahrheit.“

Auch in Sachen Atilla Iscan, der zuletzt in der U19 des Blumenthaler SV aktiv war, gibt es ganz offenkundig Probleme. „Unerklärlich für uns“, so Metternich, der jedoch erst einmal abwarten will. Iscan selbst hätte jetzt bei den Nordbremern erneut um die Freigabe gebeten. „Es wäre doch schade, wenn so junge Spieler gesperrt sind. Das macht man doch nicht“, betont Metternich. Sollten sich die Vereine nicht einigen, wären die Spieler maximal ein halbes Jahr seit dem letzten bestrittenen Punktspiel gesperrt – Kadah bis 25. November, Iscan bis 18. November. Dann allerdings würden ihre Ex-Clubs auch komplett leer ausgehen.

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