Als Stürmer den Rotenburger SV zum 2:1-Sieg gegen Etelsen geführt / „Die erste Hälfte war stark“

Niestädt schmeckt der neue Job

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Die Torschützen lassen sich beglückwünschen: Patrick Peter (2.v.l.) und Jannis Niestädt (2.v.r.) entschieden die Partie.

Und Vincent Wuttke - Von Matthias Freese. Mirko Peter hatte gut zu tun, auch wenn er dabei nicht ins Schwitzen kam. Der verletzte Mittelfeldspieler des Rotenburger SV half als Kassierer aus. Zu den wichtigsten Szenen im Derby der Fußball-Landesliga gegen den TSV Etelsen stand er jedoch rechtzeitig am Spielfeldrand. Vor 180 Zuschauern im Ahe-Stadion setzte der Wümme-Club seinen Aufwärtstrend mit einem 2:1 (2:0)-Sieg fort und ist nun seit neun Spielen ungeschlagen. Der Lohn neben den Tageseinnahmen: Der RSV löste die Gäste vom Schlosspark auf Rang zwei ab.

„Rotenburg wird am Ende oben stehen“, legte sich Etelsens Coach Bernd Oberbörsch fest. Sein Team blieb auch im dritten Spiel in Folge ohne Sieg – und klagt nun zusätzlich über zwei weitere Verletzte. In der 54. Minute erwischte es Bastian Reiners am rechten Knie, nur vier Minuten später humpelte auch Christopher Petzold vom Platz. Auf RSV-Seite schied Mathis Wulff angeschlagen aus (54.).

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die Rotenburger die Partie klar dominiert und auch völlig verdient mit 2:0 vorne gelegen. „Vor allem die erste Hälfte war stark“, betonte RSV-Coach Jan Fitschen treffend. Beide Treffer innerhalb von nur drei Minuten entstanden jeweils nach einer Ko-Produktion von Patrick Peter und Jannis Niestädt, der ganz offensichtlich Geschmack an seiner neuen Rolle als Stürmer gefunden hat. Nach einem katastrophalen Ballverlust von Etelsens Mirko Radtke bediente Peter den umgeschulten Innenverteidiger in der Mitte – 1:0 (25.). Beim 2:0 revanchierte sich Niestädt mit einem feinen Pass, den Peter mit seinem linken Fuß abschloss (28.). Die Umstellung auf eine Dreierkette angesichts der vielen Ausfälle erwies sich bei Etelsen als wenig hilfreich. „Der Doppelschlag hat uns das Genick gebrochen, beim Fehler vor dem 0:1 kannst du dem Gegner den Ball auch gleich zuspielen“, ärgerte sich Oberbörsch.

Fitschen freute sich indes, dass seine „Stürmersuche“ innerhalb seines bisher abschlussschwachen Teams offensichtlich von Erfolg gekrönt ist. „Man muss auch mal eine Idee haben, dann wird man auch belohnt. Jannis hat im Sturm eine Präsenz, die uns immer gefehlt hat“, bemerkte er.

Auch defensiv stand der RSV wieder recht sicher. Den frühen Etelser Treffer durch Maximilian Altevoigt erkannte Referee Felix Bahr (SV Ahlerstedt/Ottendorf) nach einem Hinweis seines Assistenten Mats Wilkens aufgrund einer Abseitsstellung wieder ab (9.). „Wir haben abgesehen vom Gegentor nichts zugelassen“, meinte Fitschen. Felix Bormann gelang der späte Anschlusstreffer mit einem leicht abgefälschten Schuss aus elf Metern (87.).

„Zum Ende haben wir es mit der Brechstange versucht, aber die ist auch nicht unser Freund“, erklärte Oberbörsch. „Wir haben aktuell nicht viel Selbstvertrauen und gerade keine gute Phase. Ich kann mit dem Auftritt bei unserer Personalsituation aber leben.“ Und auch Trainer-Sohn Jannis Oberbörsch räumte nach der Niederlage an alter Wirkungsstätte ein: „Wir haben viele individuelle Fehler gemacht und waren nach vorne zu schwach. Auch ich habe kaum Bälle bekommen und hatte einen schweren Stand. Wir sind aktuell mehr mit uns selber beschäftigt.“

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