Stürmer Mariusz Szymanski trifft wieder / „Für Bezirksliga reicht es noch“

Der Pendler mag flache Bälle

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Strahlender Matchwinner: Mariusz Szymanski (l.) machte mit drei Toren den Sieg gegen Heeslingen II perfekt.

Visselhövede - Von Matthias Freese. „Endlich!“ Mariusz Szymanski hatte allen Grund zum Strahlen. „Mit den Stürmern ist das ja so: Wenn sie nicht treffen, sind alle sauer – ich selbst ja auch“, erzählt der 37-jährige Pole in Diensten des VfL Visselhövede gut gelaunt. Nach langer Durststrecke hatte er nicht nur den aufgestauten Frust weggeschossen – er war im Heimspiel der Fußball-Bezirksliga gegen den Heeslinger SC II (3:2) dank seines Dreierpacks der Matchwinner gewesen.

Noch vor dem Anpfiff hatte der verletzte Morad Bounoua, der für seinen Bruder Jamal als Trainer eingesprungen war, an Szymanski appelliert: „Ich habe ihm gesagt, dass es nichts bringt zu jammern. Er muss sich die Bälle holen, wenn er sie nicht bekommt.“

Den Ratschlag nahm sich der als einziger Angreifer aufgebotene Routinier offenbar zu Herzen. Wenngleich seine Mitspieler ihn auch besser bedienten, wie er selbst meint: „Die haben die Bälle flacher gespielt, sonst kamen die immer zu hoch – und das klappt mit meiner Größe nicht“, bemerkt Szymanski, muss dabei selbst lachen und ergänzt: „Wenn ich über meine Schnelligkeit komme, kann ich mehr machen.“

Das zeigte er auch dieses Mal, wenngleich sein erster Treffer aus einer von ihn geschlagenen und abgefälschten Flanke entstand. Beim zweiten Tor wurde Szymanski wunderbar von Patrick Peter geschickt, beim dritten, dem Siegtreffer in der Nachspielzeit, reagierte er schneller als die Heeslinger Abwehr und staubte ab.

Da war es vielleicht ganz gut, dass der Stürmer auf den geplanten Trip in die Heimat, in der Nähe von Posen, dort wo er ein Haus baut, verzichtete. Seine Frau und die beiden Kinder sind es gewohnt, dass der Vater selten zu Hause ist. „Es ist, als wenn ich auf Montage bin“, sagt der selbstständige Maler, der sich in Visselhövede auch beruflich ein Standbein geschaffen hat. „Ich bin meist drei, vier Wochen hier und dann eine Woche in Polen, um zum Spiel am Wochenende zurückzukommen.“

Fünf Stunden pro Tour dauert diese Pendelei, die ihn aber nicht stört. Schon seit Jahren spielt Szymanski schließlich in Deutschland Fußball. Der SV Bockenem war sein erster Club, mit dem jetzigen Regionalligisten BSV Rehden spielte er einst in der Niedersachsenliga, auch Preußen Hameln und der ASC Nienburg gehörten zu seinen Stationen. Seit 2012 ist Szymanski für den VfL Visselhövede in den gegnerischen Strafräumen unterwegs und schoss die Heidestädter in seinem ersten Jahr mit 22 Toren zur Kreisliga-Meisterschaft.

Dass es nicht dorthin wieder zurück geht, dafür will er in den restlichen fünf Saisonspielen sorgen – „und das lieber ohne Relegation“. Um dann noch ein Jahr dranzuhängen: „Nach der Niederlage in Achim hatte ich schon gesagt, dass Schluss ist“, gesteht er, hat seine Meinung aber spätestens seit dem Sieg gegen Heeslingen II revidiert: „Für die Bezirksliga reicht es noch, denke ich.“ Den Beweis lieferte er am Samstag.

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