Aufsteiger kassiert spätes 1:2 bei Spitzenreiter Spelle / Lohmanns Premiere

Strafstoß-Pfiff bringt RSV um den Punkt

Premieren-Tor in der Oberliga: Noel Lohmann gelang die frühe Führung, doch am Ende hieß es 1:2 in Spelle.
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Premieren-Tor in der Oberliga: Noel Lohmann gelang die frühe Führung, doch am Ende hieß es 1:2 in Spelle.

Rotenburg – Es wäre quasi ein Bonuspunkt gewesen – und bis zur 85. Minute hielten die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV diesen auch fest in der Hand. Dann aber entriss Torjäger Sascha Wald dem Aufsteiger das Unentschieden und traf für den Spitzenreiter SC Spelle-Venhaus vom Elfmeterpunkt zum 2:1 (1:1)-Endstand. „Extrem bitter, weil der Strafstoß eine krasse Fehlentscheidung eines sonst klasse pfeifenden Schiedsrichters war“, meinte RSV-Trainer Tim Ebersbach, der sich noch in der Kabine in Spelle die Videoaufnahmen anschaute.

Was er dort zu sehen bekam, bestärkte ihn in seiner Annahme. Das vermeintliche Foul durch Lucas Chwolka sei für ihn keins gewesen – „und außerdem war es mehr als einen Meter vor dem Sechzehner.“ Doch Referee Sebastian Otto (Badenstedter SC) verließ sich auf den Hinweis seines Assistenten und zeigte auf den Punkt. „Dann hätte Spelle lieber einen aus dem Spiel heraus reinhauen sollen, als so zu verlieren ...“, haderte Ebersbach, der zwar überlegene Gastgeber im zweiten Durchgang, aber durchaus gleichwertige Rotenburger in den ersten 45 Minuten gesehen hatte.

Der Underdog überraschte mit einer mutigen Aufstellung und drei Stürmern. Jan Friesen, Noel Lohmann und Arthur Bossert gingen früh drauf und „erpressten“ so gegen Spelles Dreierkette die frühe Führung. Der Ex-Bassener Lohmann erzielte sie allein vor Keeper Bernd Düker, dem früheren Drittliga-Keeper des SV Werder Bremen auftauchend – sein erstes Tor in der Oberliga (7.).

Lohmann und Bossert besaßen in der Folgezeit auch weitere gute Möglichkeiten, stattdessen glich jedoch der gerade eingewechselte Florian Hoff nach einer Ecke aus (16.). „Es war ein munteres Auf und Ab“, fand Ebersbach. „Wenn es zur Halbzeit 3:2 für uns steht, brauchen die sich auch nicht zu beschweren.“ Nach der Pause übernahmen die Emsländer aber mehr und mehr das Kommando und belohnten sich in der Schlussphase mit dem 2:1.

Kuriosität am Rande: Spelle-Venhaus wollte die Partie kurzfristig auf den Kunstrasenplatz verlegen, setzte den RSV aber erst vor Ort davon in Kenntnis. „Wir hatten gar keine Schuhe dafür mit, angemeldet war es auch nicht. Außerdem hat der Schiedsrichter gesagt, dass der Rasenplatz bespielbar sei. Alles sehr komisch“, berichtete Ebersbach.  maf

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