Der Abwärtstrend und die Gründe

Stemmens Stefan Ehrke „Sind froh, wenn das Jahr vorbei ist“

Stefan Ehrke (Bild) fungierte zuletzt als Vertreter von Stemmens Kapitän Nils-Ole Beckmann. „Ich bin froh, dass er am Wochenende wieder mit dabei ist“, versichert der 28-Jährige. - Foto: Freese
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Stefan Ehrke (Bild) fungierte zuletzt als Vertreter von Stemmens Kapitän Nils-Ole Beckmann. „Ich bin froh, dass er am Wochenende wieder mit dabei ist“, versichert der 28-Jährige.

Stemmen - Von Nicolas Tréboute. Der Fußball ist bekannt dafür, dass es manchmal rasend schnell gehen kann. Der Kreisligist TV Stemmen erlebt aktuell die negative Seite dieser Medaille. Noch vor einem Monat stand der Verein auf Rang acht, hatte sogar Tuchfühlung zur erweiterten Spitze.

Dann folgten vier herbe Niederlagen mit insgesamt 0:16 Toren, sodass der Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsrang vor dem richtungsweisenden Heim-Duell gegen den Tabellenvorletzten FC Ostereistedt/Rhade (Sonntag, 14 Uhr) lediglich noch zwei Punkte beträgt. Wir sprachen mit Stemmens 28-jährigem Vize-Kapitän und Abwehrmann Stefan Ehrke über die Gründe der Talfahrt, Mentalitätsprobleme und die privaten Nachwirkungen der deutlichen Niederlagen.

Herr Ehrke, ist das Spiel gegen Ostereistedt für Sie ein typisches Sechs-Punkte-Spiel?

Stefan Ehrke: Auf jeden Fall. Wir sind zuletzt in einen Abwärtsstrudel gekommen und müssen jetzt die Kurve kriegen. Wenn wir das Spiel auch noch verlieren, sind wir richtig unten drin.

Was hätten Sie gedacht, wenn Ihnen Anfang November jemand gesagt hätte, dass Sie vier Wochen später kurz vor einem Abstiegsrelegationsplatz stehen würden?

Ehrke: Ich hätte nicht damit gerechnet, dass es so schnell gehen kann. Wir haben einfach den Faden verloren.

Haben Sie eine Begründung dafür?

Ehrke: So richtig erklären kann ich es nicht. Wir haben in letzter Zeit ein paar Personalprobleme gehabt und kaum mit der gleichen Aufstellung gespielt. Wir brauchen aber ein Grundgerüst, von daher bin ich sehr froh, dass Nils-Ole Beckmann am Wochenende wieder mit dabei ist. Er ist für unsere defensive Stabilität enorm wichtig.

Vorne hat Ihr Team seit vier Spielen auch nicht getroffen. Wo liegt denn gerade das größere Problem? In der Offensive oder in der Defensive?

Ehrke: Hinten waren wir schon immer offen (lacht). Dass wir nicht treffen, ist ein sehr ungewohntes Gefühl. Diese Baustelle hatten wir sonst nicht. Es gibt aber noch ein anderes Problem: Wir müssen uns als Team mehr motivieren und mehr Ehrgeiz zeigen, um die nötigen Prozente herauszukitzeln. Bei uns ist es aber derzeit so, dass wir bei Rückschlägen nicht dagegen ankämpfen, sondern uns damit abfinden. Da schließe ich mich auch nicht aus. Aber wir kommen da auch nur gemeinsam als Mannschaft wieder raus.

Wie schwer waren die letzten vier Wochen für Sie als Abwehrspieler bei insgesamt 16 Gegentoren?

Ehrke: Für meine Freundin waren die letzten Sonntagabende nicht so schön. Das hat mich den restlichen Tag schon beschäftigt. Und zwar deswegen, weil wir es über weite Teile des Spiels gut machen, dann aber einbrechen.

Haben Sie Sorge, dass Ihr Club absteigen könnte?

Ehrke: Nein, das nicht. Wir sind aber wirklich erst mal alle froh, wenn das Jahr vorbei ist.

Ehrkes Tipps

TV Stemmen - FC Ostereistedt/R. 3:2

SV RW Scheeßel - FSV Hesedorf./N. 0:2

SG Unterstedt - TuS Tarmstedt 3:1

Bremervörder SC - TuS Zeven 2:0

MTSV Selsingen - VfL Visselhövede 1:1

TV Sottrum - MTV Hesedorf 4:0

TSV Gr. Meckelsen - SV Anderlingen 2:1

Rotenburger SV II - TSV Bülstedt/V. 1:0

Louis Jaugstetter (TV Sottrum) lag vergangene Woche zweimal von der Tendenz her richtig.

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