NFV-Cup: Neuer Modus

Stemmens Duo wird bei den niedersächsischen Titelkämpfen im „eFootball“ zum Trio

Hände am Controller.
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Am Samstag ist wieder die Fingerfertigkeit am Controller gefragt

Im Homeoffice wird Samstag der niedersächsische Meister im „eFootball“ ermittelt. Mit dabei ist auch der TV Stemmen, der jedoch im Vorfeld aufgrund einer Spielmodus-Änderung umdisponieren musste.

  • Für die NFV-Meisterschaft im „eFootball“ muss der TV Stemmen sein Team vergrößern.
  • Patrick de Back spielt sonst für die Stuttgarter Kickers.
  • Wegen der Corona-Pandemie wird der Spielmodus geändert.

Stemmen – Schnell umschalten und unter Druck die richtigen Entscheidungen treffen – Patrick de Back und Jannis Steenbock vom TV Stemmen haben im Dezember mit dem Gewinn des Kreismeistertitels im „eFootball“ bewiesen, dass sie es draufhaben. Doch jetzt galt es für sie, auch organisatorisch flexibel und kurzfristig zu reagieren. Aus dem Duo musste für den Start bei der niedersächsischen Meisterschaft, dem NFV-Cup, ein Trio werden, weil der Verband mit Verweis auf die Corona-Pandemie den Modus geändert hatte. Statt in Zweierteams wird jetzt in der Einzelvariante gespielt. Um Unentschieden zu vermeiden, bedarf es aber eines dritten Spielers an der Konsole, der ebenfalls als Einzelkämpfer ran muss. Die Stemmer holten sich dafür zwei Tage vor dem Turnier am Samstag ihren Vereinskameraden Torben Köhler ins Team.

Patrick de Back bringt Erfahrungen aus dem E-Sport-Team der Stuttgarter Kickers mit.

„Wir wollen in der Pandemie nicht die treibende Kraft sein, deshalb spielen wir im Eins-gegen-Eins-Modus, sodass jeder zu Hause sitzt“, erklärt Ronja Oltrogge vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) und bemerkt, dass Rotenburg einer der wenigen Kreise gewesen sei, der seine Meisterschaft noch im Zwei-gegen-Zwei-Modus ausgetragen habe.

Patrick de Back spielt in der Liga für die Stuttgarter Kickers

Während Jannis Steenbock häufiger im Einzelspieler-Modus unterwegs ist, „bin ich schon ehrlich enttäuscht, dass nun eins gegen eins gespielt wird“, gesteht Patrick de Back, der aus dem Stemmer Trio wohl die meiste Erfahrung mitbringt. Zwar ist der 32-Jährige kein Profispieler, aber durchaus als ambitioniert zu bezeichnen und in der „eFootball“-Szene kein Unbekannter. Unter dem Usernamen SVK-Krasa zockt die Fackkraft für Lagerlogistik an der Playstation seit September auch für das E-Sport-Team der Stuttgarter Kickers. „Eher rein zufällig“, erzählt der Borussia-Dortmund-Fan. „Ich habe öfter gegen die gespielt, da haben sie angefragt, ob ich nicht für sie antreten möchte.“ Die Aussichten waren durchaus verlockend, denn die Stuttgarter spielen neben der National Gaming League (NGL) auch die sogenannte Virtual Pro Gaming (VPG) Prem Saison – einer internationalen Liga mit Teams wie Austria Wien, Galatasaray oder Hellas Verona.

Jannis Steenbock ist öfter im Einzelspieler-Modus unterwegs – für ihn ist die Modusänderung kein Nachteil.

Der Unterschied: Dort wird im Club-Modus gespielt, für jede Position sitzt also auch ein Spieler am Controller. De Back läuft meist in der Abwehr oder im Mittelfeld auf. Und dafür trainiert er nach der Arbeit täglich bis zu drei Stunden. „In der Woche habe ich nur mittwochs frei“, verweist er auf den vollen Spielkalender und zusätzliche Turniere am Wochenende, bei denen es auch mal um ein paar Euro geht.

Nicht so beim NFV-Cup, dafür qualifiziert sich der Sieger aber für die Vorrunde des „DFB-ePokals“ am 18./19. Februar. Nebenbei lobt der Niedersächsische Fußballverband für den Ersten noch ein zweitägiges Trainingslager für 20 Personen in seiner Sportschule Barsinghausen, für den Zweiten einen 750-Euro-Sportartikel-Gutschein sowie für den Dritten 20 Bälle aus.

Bei der Kreismeisterschaft war das Halbfinale unser Ziel. Da hatte ich mir schon gedacht, dass wir oben mitmischen können. Jetzt wird es auf jeden Fall schwerer.

Patrick de Back

„Bei der Kreismeisterschaft war das Halbfinale unser Ziel. Da hatte ich mir schon gedacht, dass wir oben mitmischen können. Jetzt wird es auf jeden Fall schwerer“, sagt de Back und formuliert deshalb auch kein Ziel. Zumal noch nicht feststeht, wer der erste Gegner sein wird. Der NFV bietet übrigens keinen Stream vom Turnier an. „Wir haben uns aufgrund der Internetverbindungen in einigen Regionen dagegen entschieden“, sagt Ronja Oltrogge.

Wer die Nachfolge der Vorjahres-Champions Niko Jurkschat und Luca Schulze von der SG Wehrstedt/Salzdetfurth antritt, ermitteln die 55 gemeldeten Teams von 12 bis ungefähr 19.30 Uhr. Zu verfolgen sind die aktuellen Ergebnisse auf https://dfb-efootball.de/nfv. Insgesamt sechs K. o.-Runden gilt es für den Sieger zu überstehen.

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