Stemmens Bezirksliga-Fußballerinnen setzen auf Verstärkung von Werder Bremen

Nadine Lohmann sucht den Spaß – und will Erfolg

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Von Werder Bremen zum TV Stemmen: Nadine Lohmann will mit Kampfgeist, Kopfballstärke und Spaß am Spiel überzeugen.

Horstedt/Stemmen - Ihr persönliches Ziel sei es, mit den Fußballerinnen des TV Stemmen in die Landesliga aufzusteigen, sagt Nadine Lohmann. Während sie ihr ambitioniertes Ziel formuliert, gehen die Mundwinkel leicht nach oben, ihre Mimik verrät: Vielleicht noch nicht in diesem Jahr, aber mittelfristig? Warum nicht! Sicher jedenfalls ist: Mit der 17-Jährigen darf sich der Bezirksligist aus Stemmen über einen hochkarätigen Neuzugang freuen. Denn die Abwehrspielerin aus Horstedt hat ihr Können in den vergangenen Jahren beim SV Werder Bremen unter Beweis gestellt.

Als Spross einer fußballbegeisterten Familie lief Nadine Lohmann für die Grün-Weißen aus der Hansestadt zunächst in der U15-Mannschaft, später dann im U17-Team auf. In der Nordstaffel der B-Juniorinnen-Bundesliga reiste sie dabei quer durch das Bundesgebiet zu Spielorten wie Leipzig, Jena, Kiel, Wolfsburg oder Meppen.

Zwei Spielzeiten erlebte sie in der Bundesliga auf ihrer linken Abwehrseite, dazu das intensive Training mehrmals pro Woche. „Der Leistungsdruck ist hoch“, sagt sie. Doch das harte Training sollte sich auszahlen. „Im ersten Jahr haben wir mit dem U17-Team einen Mittelfeldplatz erreicht, im zweiten Jahr wurden wir sogar Vizemeister “, blickt Nadine Lohmann, die mit der Bremer U15-Mannschaft Norddeutscher Meister wurde, zurück.

„Nadines Stärke ist ihr unbändiger Kampfgeist und ihre Kopfballstärke. Sie kann sich gut gegen größere Spielerinnen durchsetzen“, berichtet Vater Werner Lohmann. Und die Tochter ergänzt: „Ich will künftig mehr Spaß beim Fußballspielen haben und nicht immer diesem Leistungsdruck ausgesetzt sein. Meine Eltern unterstützen und akzeptieren das voll und ganz.“

Die ersten Schritte auf dem Fußballplatz machte sie beim SV Horstedt. Ihre Trainer, neben Stefan Schulz auch ihr Vater, gaben ihr das nötige Rüstzeug mit auf den Weg. Nach ihrem Wechsel zum TV Hassendorf und der Nominierung für die Kreisauswahl schaffte sie dann den Sprung zum SV Werder Bremen, wo sie eine intensive Ausbildung erlebte. Dank Leistung und Einsatzbereitschaft erkämpfte sie sich einen Stammplatz im U17-Team.

Über persönliche Beziehungen kam der Kontakt zum TV Stemmen zustande. „Bei Werder muss jeder eine feste Position halten. Das hat mir auf Dauer nicht mehr gefallen“, sagt Nadine Lohmann. In Stemmen rückt sie nun ins Mittelfeld vor. „Das ist aber keine große Umstellung für mich. Das liegt mir“, sagt sie selbstbewusst.

Es darf also getrost davon ausgegangen werden, dass ihr in Zukunft mehr Tore gelingen werden, als zu Bremer Zeiten. Einen Treffer notierten die Statistiker bei Werder in den abgelaufenen vier Jahren. Und in Stemmen hätte sicherlich niemand etwas dagegen, wenn sie ihr neues Team in die Landesliga schießen würde. Auch wenn es nicht sofort sein muss.

woe

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