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Stemmen wacht erst nach 0:5 auf

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Von: Hendrik Denkmann

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Sven Martens (3.v.r.) köpft ins Tor. Stefan Ehrke (l.) schaut zu.
Der sitzt: Karlshöfens Sven Martens (3.v.r.) köpft in der Szene nach einer Ecke zur 1:0-Führung für die Gäste ein. Stefan Ehrke (l.) kann nur noch zuschauen. © Denkmann

Wilder Ritt in Stemmen: Erst liegt Karlshöfen mit 5:0 in Führung, gerät dann ins Schwimmen und kassiert noch vier Treffer.

Stemmen – Maximilian Wulff wunderte sich, als gleich sein erster Abschlag postwendend zurückkam. Der Keeper des Fußball-Kreisligisten TV Stemmen hatte in Durchgang eins nicht nur mit den Angreifern des TSV Karlshöfen zu kämpfen sondern auch mit dem Wind. Stürmisch blieb es aber über die gesamte Spielzeit des Abstiegsrunden-Duells. Denn: Nachdem die Gäste zur Halbzeit mit 4:0 und wenig später mit 5:0 geführt hatten, wachten die Platzherren anschließend auf und kamen kurz vor Schluss noch bis auf 4:5 heran.

Am Ende standen allerdings null Zähler auf der Habenseite, sodass der TV Stemmen seinen Punktevorsprung komplett hergeschenkt hat und nur noch aufgrund des besseren Torverhältnisses vor den Abstiegsplätzen rangiert. Coach Heiko Meyer machte daher deutlich: „Mit der Leistung in der ersten Halbzeit ist es schwer, die Klasse zu halten.“ Offensivakteur Douglas Grund wusste ebenfalls, dass es eng ist, gab sich aber noch zuversichtlicher: „Wir haben es noch immer in der eigenen Hand. Man muss das nur endlich mal in die Köpfe bekommen, dass wir mehr Gas geben müssen.“

Vier Tore in 23 Minuten

Das richtige Pedal dafür fanden die Gastgeber in der Tat deutlich zu spät. Da war Karlshöfen bereits mit 5:0 enteilt. „Das war ein Desaster. Kann man leider nicht anders sagen“, zeigte sich Meyer frustriert. Die Mannen aus dem Nordkreis waren von Beginn an besser im Spiel, kamen zu zahlreichen Chancen und gingen durch Sven Martens per Kopf nach einer Ecke von Philipp Lampe in Führung (21.). Chris Bubbel (33.) und Maurice Ruröde (38.) erhöhten daraufhin zum 3:0.

Als Stemmens Innenverteidiger Marvin Schneider Karlshöfens Stürmer Bubbel dann kurz vor dem Pausenpfiff im Strafraum zu Boden zog, nahm sich Lampe den Ball und verwandelte den fälligen Foulelfmeter (44.).

Meyer ärgert sich über Unterbrechungen

Nach dem Seitenwechsel waren es erneut die Gäste, die Keeper Maximilian Wulff in Person von Lampe überwanden (55.). Erst jetzt war Stemmen auf einmal präsent trug sich durch Fabian Bentz erstmals aufs Ergebnisblatt ein (56.). Der Stürmer ließ außerdem das 2:5 (60.) und das 4:5 (90.+2) folgen. Zwischendurch netzte zudem noch Grun (62.). Stemmens Zehner gab nach dem Abpfiff zu: „Das ist natürlich sehr bitter, wenn man sieht, dass man das Spiel doch noch drehen kann, es dann aber nicht mehr schafft.“

Für Ärger bei Coach Meyer sorgten hingegen die ständigen Verletzungsunterbrechungen der Karlshöfener. Die lagen schon früh in der Partie nach nahezu jedem Zweikampf auf dem Boden und zogen so den Zorn der Zuschauer und der heimischen Auswechselbank sowie des Trainers auf sich. Meyer betonte denn auch: „Die schauspielerische Leistung von Karlshöfen war ein Witz.“

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