1:4 gegen TSV Wallhöfen / Erste Heimniederlage der Saison

Stemmen verliert Chefrolle

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Auch Christoph Paape (Mitte) konnte Martin Illinger, der in die Abwehr rückte, im Sturm nicht ersetzen. Am Ende verlor Stemmen deutlich mit 1:4 gegen Wallhöfen. Es war die erste Heimspielniederlage der Saison.

Stemmen - Von Julian Diekmann. Zehn Minuten vorm Ende der Partie hatte Jaime Wink genug. „Pfeif‘ ab!“, murmelte der Coach des TV Stemmen in Richtung Schiedsrichter Daniel Piotrowski (FSV Tostedt). Er ahnte schon, dass seine Fußballer das Bezirksligaspiel gegen TSV Wallhöfen nicht mehr drehen würden. Am Ende gewann der neue Tabellendritte deutlich mit 4:1 (2:0). Für Stemmen ist es die erste Heimspielniederlage der Saison. „Irgendwann musste der Tag ja kommen“, so Wink.

Die Festung vom Diersweg ist gestürmt: Bisher hatten sich alle Vereine, die in dieser Spielzeit bei den Stemmern aufliefen, die Zähne ausgebissen – bis gestern. Von der „Chefrolle“, von der Wink vor Heimspielen immer spricht, war gestern nichts mehr zu sehen. „Was soll ich sagen“, suchte der Coach nach dem Abpfiff nach den passenden Worten, um dann nachzuschieben: „Eine verdiente Niederlage. Während wir vergangene Woche beim Bremervörder SC noch unser bestes Spiel der Saison abgeliefert haben, war die Begegnung gegen Wallhöfen unser schlechtestes der bisherigen Spielzeit.“

Schon vor Beginn deutete sich an, dass den Hausherren eine schwere Aufgabe vor der Brust stehen würde. So musste Wink gleich auf drei Stammkräfte verzichten. Neben Abwehr-Routinier Stefan Ehrke fielen auch Mittelfeldmann Simon Erdmann und Neuzugang Jonas Knaak aus. Das hatte zur Folge, dass Wink Stürmer Martin Illinger in die Innenverteidigung beorderte. Illingers Platz im Angriff nahm Christoph Paape ein, der ebenso blass blieb wie sein Sturmpartner Hannes Bellmann.

Generell fehlten dem ganzen Team der bedingungslose Wille, Einsatzfreude und Aggressivität. Ganz im Gegensatz zu Wallhöfen. Sie legten von der ersten Minute los wie die Feuerwehr. Das zahlte sich in der 24. Minute aus, als Jon Suhr quer auf Felix Bovenschulte legte und er nur noch einschieben musste. Nur vier Minuten später fiel bereits das 2:0 für die Gäste. Dieses Mal bediente Bovenschulte Alexander Kück, der aus halblinker Position ins lange Eck traf.

Zwar kam der TV Stemmen nach Wiederbeginn besser ins Spiel, dennoch kassierten er in der 52. Minute das vorentscheidende 0:3. Bovenschulte verwandelte einen Konter. Den schönsten Treffer der Partie behielt sich aber der Gastgeber vor. Douglas Grun verwandelte einen Freistoß aus 20 Metern genau im Knick (68.). Allerdings wurden Stemmens Hoffnungen, das Spiel noch einmal zu drehen, jäh zerstört, als Felix Walter zum 4:1-Endstand traf (74.). „Wallhöfen war uns in allen Belangen überlegen. Glückwunsch an den Gegner“, zeigte sich Wink als fairer Verlierer.

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