0:2 in Unterstedt / „1. Kreisklasse kann nicht unser Anspruch sein“

Stemmen stürzt in die Relegation

Der Frust ist unverkennbar: Stefan Ehrke muss mit seinen Stemmern nun noch zwei Relegationsspiele bestreiten.

Unterstedt - Von Matthias Freese. Jetzt muss der TV Stemmen doch nachsitzen! Durch eine 0:2 (0:0)-Niederlage am letzten Spieltag bei der SG Unterstedt rutschten die Schwarz-Gelben auf den Relegationsplatz der Fußball-Kreisliga ab, da die direkten Rivalen MTSV Selsingen (4:0 gegen den FC Ostereistedt/Rhade) und TSV Bülstedt/Vorwerk (4:2 gegen die FSV Hesedorf/Nartum) vorbeizogen. In einer Dreierrunde geht es nun gegen die Vizemeister der 1. Kreisklasse Nord (TSV Karlshöfen) und Süd (SG Hamersen/Sittensen) ums Überleben in der Kreisliga.

Stefan Ehrke und Simon Erdmann saßen noch Minuten nach der Derbyniederlage im Mittelkreis – enttäuscht, aber auch ehrlich, selbstkritisch. „Die haben uns in der zweiten Halbzeit überrannt und hätten uns auch mit 8:1 abschießen können“, gestand Erdmann, während sein Teamkollege aus dem Mittelfeld meinte: „Wir kriegen es manchmal nicht auf den Platz, was wir können.“ Am Samstag war es mal wieder so. „Die erste Halbzeit war noch okay, aber mit dem Gegentor sind die Köpfe runtergegangen und wir haben keinen Druck mehr aufs Tor bekommen“, hatte Coach Carsten Knaak beobachtet.

Mit einem feinen Linksschuss in den Winkel hatte Tobias Delventhal den Gästen 30 Sekunden nach Wiederanpfiff den Stecker gezogen. Nisar Atris nutzte Stemmens halbherziges Defensivverhalten zum 2:0 (69.). Weitere Chancen landeten am Gebälk – oder wurden von Keeper Florian Schirmacher vereitelt. „In der zweiten Hälfte kam von Stemmen nichts mehr. Das war zu wenig, wenn man drin bleiben will“, fand auch Unterstedts Trainer Uwe Delventhal, der mit Lukas Tohoff und Florian Liszkowski zwei Stammkräfte zunächst geschont hatte sowie auf die Torjäger Leon Linke und Wolfgang Pesch verzichten musste. Dafür feierte Celal Ainto nach langer Auszeit sein Comeback.

Stemmen war ohne den langzeitverletzten Martin Illinger und den beruflich verhinderten Hannes Bellmann vorne zu harmlos. „Unsere Breite ist momentan nicht die beste“, merkte Erdmann an. „Das können wir nicht auffangen“, wusste auch Ehrke, wenngleich er betonte: „Die 1. Kreisklasse kann nicht unser Anspruch sein.“ Doch genau die droht jetzt – und in der Relegation muss das Team auch noch ohne Coach Knaak auskommen. Er ist dann bereits im Urlaub. „Das hatte ich nicht eingeplant“, räumte Knaak ein. Mit 22 Punkten war Stemmen in die Winterpause gegangen, danach kamen nur noch zehn dazu. Und das schlechte Torverhältnis sollte seinem Team gegenüber den punktgleichen Selsingern nun zum Verhängnis werden.

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