Stemmen nimmt Visselhövede auseinander – 4:1 / „Nichts in der Liga zu suchen“

Bellmann belohnt sich – und Grun lässt es richtig krachen

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Kaum zu stoppen: Stemmens Hannes Bellmann stellte Jan-Hendrik Warncke und den VfL Visselhövede vor arge Probleme – und markierte zwei Treffer.

Stemmen - Von Lars Kattner. Die Szene hatte Symbolcharakter: Nils-Ole Beckmann, Kapitän und Abwehrchef des TV Stemmen, schnappte sich in der 54. Minute am eigenen Strafraum den Ball und setzte kraftvoll zu einem 80-Meter-Solo über den ganzen Platz an. Seht her, so wird’s gemacht, schien er seinen Mitspielern sagen zu wollen. Und die Botschaft kam: Mit 4:1 (0:0) besiegte der Gastgeber die chancenlosen Fußballer des VfL Visselhövede in einer Bezirksliga-Begegnung, die erst nach der Pause richtig Fahrt aufnahm – allerdings nur in eine Richtung.

„Mit der Leistung der zweiten Halbzeit haben wir in der Liga nichts zu suchen. Normalerweise müssten wir noch höher verlieren, damit es endlich klick macht“, schimpfte Visselhövedes Trainer Joachim Keck. „Zehn Prozent Leistung können gar nicht reichen.“ Und selbst das Wort „Leistung“ verbietet sich eigentlich im Zusammenhang mit der Darbietung, die sein Team nach dem Seitenwechsel zeigte.

Im zerfahrenen ersten Durchgang agierten beide Teams zunächst noch auf Augenhöhe – mit einem Chancenplus für Stemmen. Aber Hannes Bellmann (34.), Tobias Lehmann (31.) und Martin Illinger (15./43.) vergaben ihre Möglichkeiten.

Nach Beckmanns Solo zu Beginn der zweiten Halbzeit aber kombinierten sich Douglas Grun, Hannes Bellmann und Martin Illinger nahezu nach Belieben und weitestgehend unbedrängt durch die Reihen der Heidestädter. So war es nur eine Frage der Zeit, ehe Bellmann für den ersten Treffer des Tages sorgte: Lehmann hatte zunächst nur den Pfosten getroffen, Bellmann traf per Abstauber (57.). Keine drei Minuten später war es erneut die Offensivkraft, die „Vissel“-Keeper Michel Brückner alt aussehen ließ. Nach feinem Zuspiel in die Gasse erhöhte Bellmann mit einem gefühlvollen Heber auf 2:0 (60.). „Bei ihm war zuletzt der Wurm drin, aber wir wissen ja, was er kann. Jetzt hat er sich selbst belohnt“, sagte Stemmens Trainer Jaime Wink.

Und wie reagierte der VfL Visselhövede? Gar nicht. Die Mannschaft kam nicht richtig in die Zweikämpfe, verteilte Geschenke in Form von kolossalen Abspielfehlern und ließ immer wieder den Pass in die Gasse zu. In der 73. Minute flankte Marcel Kammer auf Grun, der Patrick Peter abkochte und trocken ins lange Eck traf. Noch schöner sein zweiter Treffer: Eine Ablage von Illinger drosch er volley an die Unterkante der Latte – Schiedsrichter Jannik Heitmann (TS Wienhausen) gab den Treffer nach kurzem Zögern (87.). Zur Sicherheit hatte Grun da aber auch schon den Nachschuss verwandelt. Eine Minute zuvor hatte Kai Jager eine Peter-Ecke per Kopf zum zwischenzeitlichen 1:3 in die Maschen gesetzt. „Der Sieg war auch in der Höhe verdient“, fand Wink, der auch noch ein Extra-Lob für zwei Akteure parat hatte: „Sebastian Peters hat in der Abwehr eine super Partie gespielt. Und Steffen Brunckhorst hat im defensiven Mittelfeld alles abgeräumt.“

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