TV Stemmen gelingt Last-Minute-Sieg gegen Osterholz-Scharmbeck – 2:1

Bellmanns später Schuss ins Glück stärkt die Moral

Stemmen - Von Lars Kattner. Tore in den Schlussminuten sind beim Fußball-Bezirksligisten TV Stemmen eigentlich ungern gesehen. Kassierte die Mannschaft in zwei der letzten drei Partien den entscheidenden Gegentreffer doch jeweils erst unmittelbar vor dem Schlusspfiff.

Und auch gestern fiel wieder ein Treffer in der 90. Minute. Dieses Mal aber jubelte Stemmen – und zwar dank Hannes Bellmann über einen 2:1 (1:0)-Sieg. Die Gäste des VSK Osterholz-Scharmbeck gingen dagegen mit leeren Händen auf die Heimreise. Von einem „Sieg für die Moral“ sprach Stemmens Trainer Jaime Wink nach dem Schlusspfiff. Und Christoph Paape, Torschütze zum zwischenzeitlichen 1:0, jubelte: „Endlich war es andersherum, endlich haben wir das nötige Glück auf unserer Seite gehabt.“

Dabei hätte der TV Stemmen eigentlich gar kein Glück gebraucht, wenn das Team in puncto Chancenverwertung nicht gar so nachlässig agiert hätte. So blieb es zunächst einzig Paape vorbehalten, einen Treffer zu bejubeln. Nach einer Kopfball-Vorlage von Martin Illinger schaltete er am schnellsten und drückte den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen (43.) – aus abseitsverdächtiger Position allerdings. Zuvor hatte Schiedsrichter Matthias Brand (TSV Dorfmark) noch einem Tor von Illinger wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung die Anerkennung verwehrt (21.). Die Gäste traten in den ersten 45. Minuten hingegen kaum in Erscheinung. Die äußerst junge Mannschaft (gleich fünf Spieler der Startaufstellung waren jünger als 20 Jahre) versuchte, mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Doch entweder waren die Pässe zu ungenau, oder die wachsame Verteidigung um den starken Stefan Ehrke machte alle Ambitionen zunichte.

Umso unverständlicher, dass Stemmen nach dem Seitenwechsel mehr und mehr den Faden verlor. Scheiterte Illinger zunächst noch freistehend am stark reagierenden Gäste-Keeper Malte Vollstedt (48.), lief in der Folgezeit bei den Platzherren immer weniger zusammen. „Das hätte auch wieder schiefgehen können“, bemängelte Wink. „Da haben wir das Spiel aus der Hand gegeben und Osterholz war überlegen, auch wenn sie nur eine echte Torchance hatten.“

Und genau die nutzte Patrick Brouwer zum 1:1 (58.). Stemmens Torwart Helge Witt, der Stammkeeper Timo Jeschke vertrat, verschätzte sich beim Herauslaufen, sodass Brouwer den Ball im hohen Bogen in das Stemmer Tor beförderte.

Aber als alles schon nach einem Remis aussah, unter anderem, weil Bastian Nack am langen Eck vorbeigezielt hatte (61.), kam Hannes Bellmann noch einmal an den Ball. Er umkurvte Vollstedt und schob cool zum umjubelten Siegtreffer ein. „Endlich haben wir auch mal in letzter Sekunde einen Sieg geholt“, fiel Wink ein dicker Stein vom Herzen.

Rubriklistenbild: © dpa

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

G7-Gipfel: Scheitern in letzter Minute verhindert

Räikkönen düpiert Vettel mit Fahrt auf die Pole

Räikkönen düpiert Vettel mit Fahrt auf die Pole

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Sommerwetter in Deutschland: Ansturm auf Freibäder und Seen

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Wie Jäger mit Drohnen Rehkitze vor dem sicheren Tod retten

Meistgelesene Artikel

1:0 im Festival der Fehlschüsse

1:0 im Festival der Fehlschüsse

Sottrums Timo Löber übers Saisonfinale, das Fernduell und Scheeßels Titelprämie

Sottrums Timo Löber übers Saisonfinale, das Fernduell und Scheeßels Titelprämie

Feiern oder trauern? Das wichtigste Spiel für den RSV

Feiern oder trauern? Das wichtigste Spiel für den RSV

Westerholz atmet nach 2:1 gegen Karlshöfen auf

Westerholz atmet nach 2:1 gegen Karlshöfen auf

Kommentare