TV Stemmen enttäuscht gegen TuS Zeven – 0:4 / Defensivkonzept geht nach hinten los

Keine Chance nach Witts Fehlgriff

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Doppeltorschütze Josch Vahjen (l.) war von Marcel Kammer und der Abwehr des TV Stemmen schwer zu stoppen.

Kreis-Rotenburg - Von Lars Kattner. StemmenKreis-Rotenburg - Von Lars Kattner. Zehn Minuten waren gespielt, da hatte Frank Hastedt, Torwart des TuS Zeven, eine ganz passable Idee. „Spaß haben, ihr müsst mehr Spaß haben beim Fußballspielen“, brüllte er über den ganzen Platz. Eine Ansage, die sich seine Kollegen ganz offensichtlich zu Herzen nahmen. Mit 4:0 (1:0) besiegten die Zevener Gastgeber TV Stemmen in einer Bezirksliga-Partie, die einzig und alleine die Gäste als Sieger verdient hatte.

„Wir haben die Vorgaben gut umgesetzt, schließlich wollen wir Platz drei mit aller Macht verteidigen“, gab der Zevener Trainer und ehemalige RSV-Akteur Björn Mickelat zu Protokoll. Dabei tat sich seine Mannschaft zu Beginn gegen den tief in der eigenen Hälfte stehenden TV Stemmen recht schwer. Alleine Abwehrspieler Jan-Niklas Leschniok dürfte in den ersten 45 Minuten gut und gerne 100 Ballkontakte gehabt haben – immer wieder lief das Leder durch die eigenen Reihen, um die Lücken im Abwehrverbund zu finden. „Aber wir sind technisch gut geschult, sodass wir mit so viel Ballbesitz umgehen können“, sagt Mickelat.

Eine dieser Lücken fand Kai-Peter Wennholz nach 16 Minuten, seine flache Hereingabe verwertete Josch Vahjen zum 1:0. In der Folge war es unter anderem Mickelat, der es aus jeweils aussichtsreicher Position versäumte, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben (31./35./37.).

Und Stemmen? Fand in der Offensive über 90 Minuten nicht statt. Ein Kopfball von Martin Illinger war die einzige Aktion, die überhaupt Torgefahr versprach (28.). „Es war unser Plan, die Defensive zu stärken, da wir zuletzt doch sehr naiv agiert haben“, erklärte Stemmens Trainer Heiko Schreiber. „Aber im Moment ist einfach die Luft raus, wir können den Hebel nicht mehr umlegen. Zeven hat völlig verdient gewonnen.“

Da passte es ins Bild, dass sich Keeper Helge Witt den Ball zum 2:0 fast selbst in die Maschen warf (59.). „Erst wollte ich fausten, dann doch fangen, und dann war er schon drin. Ärgerlich“, so Witt. Torschütze Wennholz hatte übrigens gar nicht richtig mitbekommen, wie ihm der Ball nach Witts Fehlgriff auf den Kopf gefallen war. „Das war der Knackpunkt, danach hatten wir keine Chance mehr“, ärgerte sich der Torhüter.

Mit seinem zweiten Treffer erhöhte Vahjen in der 74. Minute auf 3:0, ehe Leschniok per Handelfmeter den 4:0-Endstand markierte (85.). Doppelt bitter: Der gute Schiedsrichter Jonas Behrens (Tura Hechthausen) zeigte dem kurz zuvor eingewechselten Kacper Jagas regelkonform die Rote Karte, da dieser den Ball auf der Torlinie mit der Hand abgewehrt hatte.

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