RSV weit hinten

Statistik weist Kreisligisten als fairstes Team aus: Stemmen im Altkreis ganz oben

Die Stemmer können es nicht fassen: Nils-Ole Beckmann (l.) erhält die einzige Rote Karte der Hinrunde. Foto: Freese
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Die Stemmer können es nicht fassen: Nils-Ole Beckmann (l.) erhält die einzige Rote Karte der Hinrunde.

Rotenburg - Von Nicolas Tr‰boute. Fair geht vor: Diese Devise scheint beim Fußball-Kreisligisten TV Stemmen Gültigkeit zu besitzen. Zumindest, wenn es nach der Halbzeitwertung im Fairness-Cup des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) geht. Denn in der Rangliste, in der alle 959 Amateurvereine von der Kreis- bis zur Oberliga berücksichtigt werden, belegt das Team von Carsten Knaak den 99. Platz und ist damit im Altkreis ganz vorne.

„Es ist nicht das erste Mal, dass wir in dieser Wertung so weit oben mit dabei sind. Das ist auch schön, aber ehrlich gesagt habe ich da den wenigsten Einfluss drauf“, gesteht der Stemmer Coach, dessen Elf in 18 Begegnungen gerade einmal 22 Gelbe Karten und eine Rote Karte kassiert hat. Besagter Platzverweis für Nils-Ole Beckmann wegen einer Notbremse im Spiel gegen den FC Ostereistedt/Rhade (4:3) war sogar äußerst umstritten, da der Kapitän bei seinem Grätschschritt gegen Kevin Weigert auch den Ball gespielt hatte. Zieht man diese Rote Karte ab, wäre Stemmen sogar unter den 40 anständigsten Mannschaften in ganz Niedersachsen vertreten und somit vor dem SV Ippensen.

Der Bezirksligist blieb in seinen 17 Partien ohne Hinausstellung und ist zur Halbzeit Führender im Kreis Rotenburg. Dieser befindet sich im Vergleich mit anderen Landkreisen gerade noch im oberen Drittel und belegt Rang elf von 33.

Neben Stemmen zeigen sich im Altkreis auch Kreisligist SG Unterstedt und der abstiegsbedrohte Bezirksligist TuS Bothel (beide 24 Gelbe Karten und eine Rote Karte) auf Rang 133 als Vorreiter. Doch auch im Fall der Unterstedter scheint dies nicht an der besonderen Bedeutung für ihren Coach zu liegen. „Ich lege keinen großen Wert auf diese Statistik“, erklärt Fabian Knappik: „Trotzdem ist mir wichtig, dass mein Team fair mit Gegenspielern und Schiedsrichter umgeht.“

Der Landesligist Rotenburger SV ist laut Statistik hingegen so etwas wie das „Schwarze Schaf“ des Altkreises. 37-mal Gelb, zweimal Gelb-Rot (für Sebastian Czimmeck und Christoph Drewes) und einmal Rot (für Yannick Chwolka) lautet der „Arbeitsnachweis“ des Teams von Tim Ebersbach, das damit in Niedersachsen Platz 700 einnimmt. Doch der Übungsleiter stellt sich demonstrativ vor sein Team: „Das spiegelt uns überhaupt nicht wider. In unserer Liga sind wir in dieser Wertung im Mittelfeld angesiedelt“, merkt Ebersbach an: „Außerdem muss man auch die Art und Weise sehen, wie wir unsere Karten kassiert haben. Wir sind eine Mannschaft, die durchaus auch mal ein taktisches Foul begeht. Aber ansonsten sind wir eher harmlos.“

Der Coach glaubt darüber hinaus, dass bezüglich der Spielleitung zwischen Kreis- und Landesliga deutliche Unterschiede bestehen. „Ich denke, in der Kreisliga wird deutlich mehr laufengelassen. Die Schiedsrichter sind in der Landesliga deutlich konsequenter an den Regeln dran.“ Dabei erinnert sich Ebersbach vor allem an eine Aktion, als er selbst für den RSV II in der Kreisliga gegen den TuS Tarmstedt auflief: „Ich kam gegen meinen Gegenspieler deutlich zu spät. Aber der Schiri hat einfach mal fünf gerade sein lassen.“

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