Steigt der RSV aus der Oberliga ab, darf die Reserve nicht hoch / Sztorc gelassen

„Das ist Pillepalle“

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Tim Potratz ist kämpferisch ein Vorbild – und von seiner Veranlagung her sicher ein Kandidat für die Oberliga-Elf des RSV. Dass er mit der Zweiten vermutlich nicht aufsteigen kann, nimmt er ganz gelassen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Was ist eigentlich wenn? Wenn die Reserve des Rotenburger SV II auch am Ende der Saison als Tabellenzweiter den Relegationsrang zur Fußball-Landesliga belegt oder sogar wieder auf Rang eins der Bezirksliga klettert, aber gleichzeitig das Oberliga-Team der Wümmestädter, wonach es aussieht, absteigen muss? Fakt ist: Dann dürfte die Zweite nicht aufsteigen, weil die Erste den Platz in der Landesliga besetzen würde!

Für den Verein ist es eine blöde Situation – für den Vorstand eine unangenehme. Er muss der Reserve klarmachen, dass sie womöglich die Ernte nicht einfahren darf. Das Gespräch gab es bereits, „damit sie nicht tief enttäuscht sind“, wie der zweite Vorsitzende Thorsten Nitz erklärt. Über die Reaktion war er froh: „Die Jungs sehen das ganz nüchtern und sind trotzdem heiß auf den Titel.“

Trainer Dariusz Sztorc bestätigt das: „Landesliga ist für mich kein Thema. Es geht mir nicht um Aufstieg oder nicht, das ist Pillepalle. Die Mannschaft spielt über den Erwartungen, aber nicht, um aufzusteigen. Der Verein muss sich also keine Gedanken machen.“ Insofern sei auch keiner beleidigt, wenn die Zweite zurückstecken müsste, verdeutlicht der Trainer, der in seiner ersten Saison aus einem Abstiegskandidaten einen Titelanwärter geformt hat und möglichst in den nächsten Tagen seinen Vertrag verlängern soll. „Denn das ist sein Verdienst“, findet auch Nitz.

Zwar hat sich der FC Verden 04 inzwischen vorne mit sieben Punkten abgesetzt, aber die RSV-Reserve liegt vier Zähler vor Platz drei auf dem Relegationsrang. Auch Leistungsträger Tim Potratz, der das Potenzial für eine oder zwei Klassen höher hätte, nimmt die Situation gelassen: „Unser Ziel war die 40-Punkte-Marke. Die haben wir erreicht“, sagt er, ergänzt aber auch schmunzelnd: „Wir nehmen alles mit, was wir kriegen.“ Also auch den Aufstieg, sollte sich diese Tür noch öffnen. Dafür müsste allerdings die Oberliga-Elf den kaum noch machbaren Klassenerhalt schaffen. Eine Vermischung beider Teams in der nächsten Saison ist jedenfalls nicht geplant, wie Nitz betont: „Da gab es keine Gedankenspiele.“

Übrigens: Bleibt in der Bezirksliga alles wie es aktuell ist und würde die RSV-Erste absteigen, dürfte der Tabellendritte der Bezirksliga drei die in diesem Jahr letztmalig stattfindenden Aufstiegsspiele zur Landesliga bestreiten, wie der Spielausschussvorsitzende Jürgen Stebani auf Nachfrage bestätigt: „Der RSV II kann nicht aufsteigen, wenn die Erste absteigt. Der Nächstbestplatzierte nimmt dann teil.“ Und auf Rang drei liegt momentan Aufsteiger TV Stemmen!

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