Früher Platzverweis bringt Visselhövede gegen Heeslingens Reserve aus dem Konzept

Rot steht Schwarz nicht – 0:2

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Auch wenn „Vissels“ Mariusz Szymanski (r.) hier an Malte Ohrenberg vorbeizieht, kam er nicht wie erhofft zum Zug. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseVISSELHÖVEDE · Vielleicht ist es ja ganz gut, dass der Platz des VfL Visselhövede ab heute „saniert“ wird. So viele technische Defizite, wie die Fußballer aus dem Heidestädtchen gestern offenbarten, können doch nicht nur mit eigenem Unvermögen erklärt werden. Mit 0:2 (0:1) unterlagen sie dem Heeslinger SC in der Bezirksliga und rutschten wieder auf den Relegationsrang ab. Das frühe Rot, das Marten Schwarz dabei sah, stand dem Abwehrspieler nicht – und warf Visselhövedes Konzept über den Haufen.

In der 22. Minute versuchte Schwarz, als letzter Mann seinen Gegenspieler Jonas Pröhl am Torschuss zu hindern – den Ball traf er aber nicht. Der Außenverteidiger hatte auf Abseits gespielt und meinte hinterher: „Über Rot brauchen wir nicht zu reden – das geht in Ordnung. Aber ich hatte gedacht, dass ich ihn vor dem Sechzehner gefoult hätte.“ Sein Coach Peter Norden bestätigte ihn in der Annahme: „Das Foul war doch zwei Meter vor dem Strafraum.“ Schiedsrichter Nils Brasch (Schwarmstedt) entschied nach Rücksprache mit Assistent Tom-Florian Holzky jedoch auf Strafstoß, den Thilo Harms verwandelte.

Bis dahin hatte Visselhövede gegen keineswegs überzeugende Gäste (die immer noch mit dem Schriftzug „TuS Heeslingen“ im Emblem aufliefen) mehr vom Spiel gehabt und die Zweikämpfe besser angenommen. Fortan lief jedoch kaum etwas zusammen und etliche Bälle versprangen. „Die Jungs sind immer schon eine Situation weiter, haben den Ball aber noch nicht einmal angenommen“, meinte auch Norden.

Leidtragender des Platzverweises war zudem Visselhövedes bester Torschütze Adam Rosynek, der in der 33. Minute seinen Platz auf dem rechten Flügel räumen musste, damit Abwehr-Routinier Claas Bargfrede die Viererkette auffüllen konnte. Die zeigte jedoch manche Schwäche und durfte sich insbesondere in der zweiten Hälfte bei Keeper Michel Brückner bedanken, dass er so oft in höchster Not klärte. Beim 2:0 der Gäste, erneut durch Harms, war aber auch der Schlussmann machtlos (85.).

„Das war echt gar nichts, null“, räumte Mittelfeldakteur Marco Jorzick ein. Er hatte mit einem Kopfball noch die beste Chance besessen (77.). Die Stürmer Mariusz Szymanski und Atdhe Haliti hatten ebenfalls so ihre Mühe bei der Ballbeherrschung und hingen gegen die robusten und vor allem größeren Heeslinger Abwehrspieler meist in der Luft. „Ich verstehe nicht viel vom Fußball, aber ich habe in der D-Jugend schon gelernt: Wenn die anderen größer sind, spiele ich den Ball flach rein. Mariusz hat ja einen steifen Hals vom Hochgucken“, ärgerte sich Peter Norden über die Flanken. Und er resümierte: „Wenn man in 90 Minuten gegen so eine Mannschaft keine reelle Torchancen rausgespielt hat, hat man es auch nicht verdient.“

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